Manor in Belgien: Vandoorne, Ocon oder doch Haryanto?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Esteban Ocon

Esteban Ocon

​Das Management des Indonesiers Rio Haryanto sucht verzweifelt Geld für die zweite Saisonhälfte. Zwei vielversprechende Fahrer stehen bereit, ihn zu ersetzen: Stoffel Vandoorne und Esteban Ocon.

Eines der vielen Themen im Fahrerlager von Hockenheim: Wer wird nach der Sommerpause an der Seite von Pascal Wehrlein im zweiten Manor sitzen? Der Indonesier Rio Haryanto hat zwar für eine komplette Saison 2016 unterschrieben, aber seine Einsätze sind von einem steten Geldfluss abhängig, und der ist ins Stocken geraten, wie das Management des Asiaten nicht verheimlicht.

Rio gesteht in Hockenheim: «Ich weiss noch nicht, wie es nach der Sommerpause weitergeht.»

Hinter den Kulissen gibt es verschiedene Bestrebungen für einen Plan B, und von dem hätten bei genauer Betrachtung alle etwas.

McLaren-Honda wird mit grosser Wahrscheinlichkeit den GP2-Champion Stoffel Vandoorne 2017 ins Auto neben McLaren-Honda setzen. Klar hat McLaren ein Interesse daran, dass der hochbegabte Belgier an Erfahrung gewinnt. Auch wenn es sich um Manor handelt. Gleichzeitig wäre Vandoorne für das erste Rennen nach der Sommerpause ein zusätzlicher Publikumsmagnet der Organisatoren in Spa-Francorchamps.

Mercedes auf der anderen Seite sähe es gerne, einen talentierteren Fahrer als Haryanto im zweiten Manor zu wissen: damit Pascal Wehrlein einen echten Widersacher erhält.

In Hockenheim kursiert nun: Die Alternative als Haryanto-Ersatz heisst Esteban Ocon. Auch hier haben mehrere Parteien ein Interesse, einen jungen Mann an einem anderen Talent zu messen.

Ocon ist Mercedes-Junior, gleichzeitig aber denkt Renault-Teamchef Fred Vasseur darüber nach, den jungen Franzosen 2017 permanent in einen GP-Renner zu setzen. Ocon im Manor zu sehen, davon hätte nicht nur Renault etwas. Esteban ist weiterhin Mercedes-Junior (auch wenn er an Renault ausgeliehen ist). Toto Wolff muss an die Zeit nach 2018 denken, wenn die Verträge mit den Stars Nico Rosberg und Lewis Hamilton auslaufen. Dann soll ein junger Pilot nachrücken. Die Frage wird dann sein: Pascal Wehrlein oder Esteban Ocon?

Manor schliesslich würde sowohl von Vandoorne als auch Ocon profitieren: Zweifellos hätten die WM-Zehnten mit Stoffel oder Esteban bessere Chancen, den zehnten Rang in der Markenwertung zu konservieren, als mit Rio Haryanto.

Inzwischen hat Piers Hunisett, der Manager von Rio Haryanto, einige Wochen Zeit, um für seinen Schützling mehr Geld aufzutreiben.

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