GP Italien: Neuer Vertrag wird in Monza verkündet

Von Mathias Brunner
Formel 1
Nicht nur Italiener dürfen sich freuen: Der Grand Prix bleibt in Monza

Nicht nur Italiener dürfen sich freuen: Der Grand Prix bleibt in Monza

​Das jahrelange Hin und Her um die Zukunft des Grossen Preises von Italien in Monza ist zu Ende: Bald wird im Königlichen Park verkündet – das Traditionsrennen bleibt dort, wo es auch hingehört.

Seit Jahren ist um ein neues Abkommen gefeilscht worden wie auf einem orientalischen Bazar, jetzt scheint endlich eine Lösung gefunden zu sein: Gemäss unserer Recherchen wird in den kommenden Tagen verkündet – der Grosse Preis von Italien bleibt dort, wo er auch hingehört, nämlich in Monza.

Gestritten wurde, wie üblich, ums liebe Geld. Roberto Maroni, seines Zeichens Präsident der Region Lombardei, erklärte in einem TV-Interview: «Ich habe im Frühling zu Bernie Ecclestone gesagt: „Monza darf nicht sterben, selbst wenn 150 neue GP-Organisatoren bei Ihnen Schlange stehen. Denn Monza gehört zur Historie der Formel 1. Monza ist Monza, das ist einzigartig.“ Worauf er mir geantwortet hat: „Also gut, Monza bleibt, aber es muss wirtschaftlich für mich stimmen.“ Das war nicht einfach, aber es war auch keine Mission Impossible. Ich habe daraufhin mit Staatschef Renzi gesprochen und ihm gesagt, dass wir zusätzliche Ressourcen benötigen. Wir von der Lombarbei stehen für die kommenden zehn Jahre mit 70 Millionen Euro bereit.»

Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone hat gegenüber den Kollegen von Autosport bestätigt: «Ich wäre überrascht, wenn wir keine Einigung erzielen würden.» Zuvor hatte Schlitzohr Ecclestone mit den Pistenbestreibern von Imola ein Abkommen unterzeichnet. Aber dieser Vertrag war von Anfang an nur eine leere Geste: Denn der Automobilklub von Italien (ACI) hat das Sagen darüber, wo der Formel-1-Lauf von Italien stattfindet, und ACI-Chef Angelo Sticchi Damiani hat immer betont, dass für ihn nur Monza in Frage komme: «Imola ist für mich nichts weiter als ein Störmanöver.»

Im Rahmen einer Medienkonferenz des italienischen Automobilklubs ACI hat Sticchi bestätigt, dass eine Übereinkunft gefunden ist, das Rennen in Monza zu halten. Noch arbeiten die Anwälte an den letzten Dokumenten, unterzeichnet wird in den kommenden Tagen.

Mit Ausnahme von 1980 (als in Monza die Piste umgebaut wurde) war Monza seit dem Start der Formel 1 im Jahr 1950 durchgängig Gastgeber des Grand Prix von Italien. Der erste Grand Prix von Monza fand schon 1922 statt.

Das neue Abkommen soll über drei Jahre laufen (bis einschliesslich 2019), für angeblich rund 23 Mio Dollar Antrittsgebühr jährlich.

Für einen neuen Vertrag von Monza hat sich auch Staatspräsident Matteo Renzi eingesetzt, und Ferrari-Chef Sergio Marchionne hatte im Juni PR-wirksam erklärt: «Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen WM-Kalender ohne Monza geben wird. Wenn es vonnöten wird, dass wir bei Bernie Ecclestone ein gutes Wort einlegen, um die Zukunft dieses Rennens zu garantieren, dann werden wir das auch tun.»

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