Sehnsucht nach tollem Sound

Von Rudi Hagen
Leider fahren die 1000er-Gespanne nur selten bei uns

Leider fahren die 1000er-Gespanne nur selten bei uns

Das Osnabrücker Grasbahnrennen war ein echter Knaller – zumindest für die vielen Fans der Gespanne.

Zwölf europäische Top-Teams – nur Kunert (wegen des Geldes) und Matthijssen (verletzungsbedingt) fehlten – kämpften auf der Nahner Waldbahn meist Rad an Rad, sodass den Zuschauern zeitweise der Atem stockte. «Wo sind die Herztabletten?», stöhnte selbst der altgediente Stadionsprecher Klaus Witt angesichts der Hochgeschwindigkeitsduelle auf der Osnabrücker Berg-und-Tal-Bahn.

Publikumsmagneten waren aber auch die 1000er-Gespanne aus England. Die vier Teams mit ihren Vierzylinder-Aggregaten waren im Fahrerlager der Renner und ständig von Dutzenden neugieriger Fans umlagert. Was in keinem Programmheft stand, war dann der Knaller des Tages: Mit Marc Cossar war einer der besten Gespann-Piloten der Insel dabei, dekoriert mit je zwei britischen Meistertiteln auf der Grasbahn und im Sidecar-Speedway. Zusammen mit Beifahrer Dan Crawford liess der 26-Jährige aus Rugby bei Coventry zwar den anderen drei Teams beim Start jeweils den Vortritt, aber in der ersten Kurve war es dann vorbei mit lustig. Den Gashahn voll aufgedreht, knallten die beiden mit ihrer 185 PS starken Yamaha in die Kurven, dass es nur so staubte.

«Der Sound dieser Maschinen geht einem durch und durch», strahlte Rolf Schuhmann, der extra wegen der 1000er aus Frankfurt nach Osnabrück angereist war. «Warum fahren die eigentlich nicht öfter in Deutschland?»

Auch Mark Cossar würde gerne häufiger hier fahren. «Weil unser Rennen in England wegen des schlechten Wetters ausgefallen ist, bin ich einer Einladung Lew Coffins gefolgt und sehr froh darüber sie angenommen zu haben», sagte der 26-Jährige nach der Siegerehrung. «Das war ein tolles Erlebnis, denn die Bahn und die Fans in Osnabrück sind einfach grossartig. Schade, dass es keine deutschen Fahrer gibt, die eine 1000er fahren, denn die sind viel kostengünstiger als ein herkömmliches 500-ccm-Gespann. Wenn ich sehe, wie oft es da technische Probleme gibt und wie viele der hochdrehenden Einzylinder-Motoren verrecken, das gibt es bei den Vierzylindern nur selten.»

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