Lüdinghausen: Martin Smolinski König am Westfalenring

Von Rudi Hagen
Grasbahn
Martin Smolinski (84) hatte im Finale die Nase vorn vor Bernd Diener (3)

Martin Smolinski (84) hatte im Finale die Nase vorn vor Bernd Diener (3)

Bei der Parallelveranstaltung zum Herxheimer Langbahn-GP dominierten in Lüdinghausen der überragende Martin Smolinski und Bernd Diener die abgespeckte Konkurrenz. Enrico Janoschka wurde Dritter.

Es war beim traditionellen Himmelfahrtsrennen in Lüdinghausen von vornherein klar, wer die Anwärter auf die Podestplätze waren: Martin Smolinski, der aufgrund seiner Speedway-Ambitionen in diesem Jahr auf den Langbahn-GP verzichtet hatte, Bernd Diener, der sich nicht für den GP qualifiziert hatte, aber momentan seinen x-ten Frühling erlebt und Enrico Janoschka, der nicht mehr das ganz große Risiko eingeht, aber auf dem Westfalenring immer schon eine gute Figur abgab.

Martin Smolinski präsentierte sich den gut 6000 Fans in Lüdinghausen in absoluter Topform. Vier Läufe, vier Siege waren das Ergebnis am Ende, wobei der Olchinger zweimal gegen Bernd Diener beim Start den Vortritt lassen musste, sich aber jeweils bravourös nach vorne kämpfen konnte. «Das hat mir hier heute viel Spaß gemacht vor diesem super geilen Publikum», bedankte sich Smolinski später bei der Siegerehrung artig bei den Fans.

Bernd Diener anerkannte die Leistung des Siegers: «Natürlich hat er beste Motoren, aber er fährt auch ganz tolle Linien, das verdient meinen Respekt.» Sich selbst sieht Diener auch noch ganz gut in Schuss: «Ich fahre seit 15 Jahren hier in Lüdinghausen und war eigentlich immer vorne mit dabei. Das liegt aber auch daran, dass ich mich konsequent fit halte. Ich arbeite ganz normal die Woche über und fahre regelmäßig bei uns mit dem Fahrrad den Berg rauf und runter. Wenn ich nicht so fit wäre, würde ich auch nicht vorne mitfahren.»

Enrico Janoschka hatte nach den Vorläufen durchaus Chancen auf den Gesamtsieg, im Finale aber gab er auf. «Ich lag nach dem Start in der ersten Kurve an dritter Stelle, aber es war da so staubig, dass ich kein Risiko eingehen wollte.»

Den Niederländer Mark Beishuizen erwischte es an gleicher Stelle in seinem letzten Vorlauf böse. Er stürzte und knallte in die Airfences, sein Bike prallte auf ihn drauf. Die Ärzte brauchten knapp 20 Minuten, um ihn unter dem Motorrad zu versorgen. Anscheinend trug er eine Beinverletzung davon. Er musste ins Krankenhaus abtransportiert werden.

Ergebnisse Grasbahnrennen Lüdinghausen/D:

I-Solo: 1. Martin Smolinski (D), 20 Punkte. 2. Bernd Diener (D), 18. 3. Enrico Janoschka (D), 13. 4. Christian Hülshorst (D), 12. 5. Marcel Dachs (D), 11. 6. Rodney McDonald (GB), 9. 7. James Shanes (GB), 8. 8. Jens Benneker (D), 6. 9. Henry van der Steen (NL), 4. 10. Manfred Knappe (D), 3. 11. Bernd Dinklage (D), 1. 12. Mark Beishuizen (NL), 0.

Finale: 1. Martin Smolinski. 2. Bernd Diener. 3. Christian Hülshorst. 4. Marcel Dachs. 5. Rodney McDonald. 6. Enrico Janoschka.

Gespanne: 1. Venus/Heiß (D), 15 Vorlaufpunkte. 2. Matthijssen/Stellingwerf (NL), 15. 3. Detz/Velthuis (NL), 11. 4. Noordman/Kremer (NL), 10. 5. Kreuzmayr/Maier (D), 10. 6. Harvey/Hogg (GB), 9. 7. Klein/End (D), 4. 8. Motk/Burger (D), 4. 9. Berwick/Hopkins (GB), 4. 10. Fischer/Schädler (D), 3. 11. Grenier/Mollema (F), 2.

Finale: 1. Venus/Heiß. 2. Matthijssen/Stellingwerf. 3. Noordman/Kremer. 4. Detz/Velthuis. 5. Kreuzmayr/Maier. 6. Harvey/Hogg.

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