IDM Superbike: Quali in Schleiz – Pole für Puffe

Von Esther Babel
IDM Superbike

Heimvorteil Julian Puffe. Der Schleizer sichert sich bei seinem ersten Superbike-Auftritt die beste Startposition. Bastien Mackels und Ilya Mikhalchik machen Reihe 1 komplett. Hinter dem BMW-Trio kommt erst mal nichts.

In Schleiz tat man am Trainingssamstag gut daran, seine Bestzeit schon am Vormittag aufzubieten. Denn da bewegte sich das Thermometer noch unterhalb der 30-Grad-Marke. Am Nachmittag, wenn das Quecksilber unaufhaltsam klettert, ist in der Regel nicht viel zu holen. Ausserdem hatte der Deutsche Wetterdienst Samstagfrüh eine Wetterwarnung auch für die Region Schleiz ausgerufen. Gewitter ab 16 Uhr, die sich bis weit in den Abend ausbreiten können, klangen auch nicht wirklich verlockend.

Freies Training: Bastien Mackels

Im Freien Training hatten Bastien Mackels, Julian Puffe und Ilya Mikhalchik das Ding mit der Bestzeit unter sich geklärt. In Schleiz muss man immer erst ein paar Runden drehen, damit sich auf der sonst als normale Strasse genutzten und nur für das Wochenende zur Rennstrecke aufgemotzten Piste, der nötige Grip aufbaut.

Mackels, ein alter Schleiz-Kenner, fuhr von Anfang an vorne und servierte im zweiten Training die Bestzeit mit 1.25,436. Die Steigerungen eher mäßig. Gut mithalten konnte Julian Puffe, der nur wenige Hundert Meter von der Strecke zu Hause ist. Dritter in der Freitagsliste wurde Schleiz-Neuling Ilya Mikhalchik. Der Ukrainer, der in den Trainings von Zolder mehr als einmal gestürzt war, ging die Sache mit Bedacht an, steigerte sich von Training zu Training und wurde Dritter. Danach kam erst mal wie gehabt eine Weile nicht. Acht Zehntel dahinter tauchte Honda-Pilot Jan Halbich auf.

Erstes Zeittraining: Julian Puffe

Ein ähnliches Bild zeigte sich am Samstag-Vormittag. Mackels und Puffe hauten bereits in den ersten Runden die 1.25er-Zeiten raus. Mit 1.26.0 folgte Mikhalchick, bevor man geschlossen wieder an die Box rollte, um noch an der einen oder anderen Schraube drehen zu lassen. Insgesamt 22 Piloten waren in Schleiz noch dabei. Die Teams von Emil Weber und Evren Bischoff fehlten wegen akuten Fahrermangels.

In seiner siebten Runde hätte es bei Puffe fast geklappt mit der 1.24er-Zeit. Doch mit einer 1.25,199 reichte es dennoch, seinen ersten Platz zu festigen. 0,3 Sekunde dahinter lauerte Mackels. Puffe schaffte es in Runde 9 die Schallmauer zu durchbrechen. 1.24,935. Der Rest der Superbike-Riege war zum Zuschauen verdammt. Mikhalchik war acht Minuten vor Schluss Dritter, allerdings mit einem Rückstand von über einer Sekunde auf den Schnellsten. Kurz später verkürzte er auf 0,6 Sekunden. Daniel Kartheininger eröffnete mit 1,6 Sekunden Rückstand auf Puffe die provisorische zweite Startreihe.

Puffe schaute sich die letzten Runden des Trainings aus der Box besser gesagt Zelt an. Mackels legte derweil nach und robbte sich bis auf 0,161 Sekunden an die Zeit des Schleizers heran. Auch Mikalchik schaffte als Dritter niedrige 1.25er-Zeiten. Dahinter blieb es bis zum zehnten Platz von Dominik Schmitter bei 1.26er-Zeiten. Glanzlicht Lucy Glöckner mit der Kawasaki auf Platz 4.

Zweites Training: Es bleibt bei Puffe

Für das zweite Qualifying hatte sich das Thermometer wieder in Richtung 30 Grad und mehr eingependelt. Daher drehten zwar alle Superbike-Fahrer am Nachmittag ihre Runden, aber es passierte erst einmal nichts. Vor allem das Spitzen-Trio Puffe, Mackels und Mikhalchik kam nicht an seine Zeiten des Vormittag-Trainings heran. Bis knapp zur Halbzeit hatten lediglich Pepijn Bijsterbosch, Ricardo Brink und SBK-Nesthäkchen Kevin Sieder ihre Zeiten verbessern können.

Daumen drücken war in der Box von Lucy Glöckner angesagt. Die Kawasaki-Pilotin hatte am Morgen noch die viertschnellste Zeit hinter dem BMW-Trio rausgehauen und wollten diesen Startplatz, den besten ihrer Superbike-Laufbahn, gerne behalten. Doch Bijsterbosch schien erst bei 30 Grad plus so richtig warm zu werden und schob sich an Glöckner vorbei auf den begehrten vierten Rang. Beide hatten das Dreieck in einer Zeit von 1.26,296 umrundet.

Philipp Gengelbach lieferte zehn Minuten vor der schwarz-weiß karierten Flagge den ersten Superbike-Sturz des Tages. Zu Höchstform lief in den letzten Minuten noch Stefan Kerschbaumer auf, der seine Teamkollegen Kartheininger, Glöckner und Bijsterbosch auf einen Rutsch überholte und sich den vierten Rang sicherte. Eine Ausrutscher verzeichnete Toni Finsterbusch. Fahrer ok die Anzeige auf den Monitoren und mit Platz 9 blieb er bester Suzuki-Pilot.

Die ersten Startreihe: Julian Puffe, Bastien Mackels, Ilya Mikhalchik. Die zweite: Stefan Kerschbaumer, Pepijn Bijsterbosch, Lucy Glöckner. Reihe 3: Daniel Kartheininger, Jan Halbich, Toni Finsterbusch.

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