Erwan Nigon (Kawasaki): «Ich will immer mehr»

Von Esther Babel
IDM Superbike

Der IDM Superbike-Pilot vom Team Kawasaki Weber Motos Racing geigte fröhlich an der Spitze mit. Anschließend reiste er in Richtung Japan ab. In Suzuka wartet die Langstrecken-WM.

Erwan Nigon musste nicht lange in seinem Gedächtnis kramen, um die Piste in der Eifel wieder auf dem Schirm zu haben. «Das war im Jahr 2015», erinnert er sich. «Damian Cudlin konnte das Rennen gewinnen und ich war mit einer Suzuki auf Platz 3. An Siege kann ich mich hier leider nicht erinnern.» Doch davon ließ sich der Franzose nicht aus der Ruhe bringen. Auch nicht von seiner anstehenden Reise nach Japan. «Immer schön ein Rennen nach dem anderen», so seine Philosophie. «Für mich zählt nur die Gegenwart. Ich zähle auch nicht die Punkte in der Meisterschaft. Mein Ziel ist, das Team nach vorne zu bringen. Unter den Top-Drei sind wir inzwischen angekommen, aber ich will mehr. Das ist ja nur menschlich, dass man sich nicht zufriedengibt. Jeder will mehr.»

Nach dem verregneten ersten Training kam es beim Kampf um die Startplätze auf das zweite Quali an, welches für Nigon mit Rang 3 endete. «Ja da wird es manchmal kurz hektisch», gibt er zu, «denn bei gerade mal 30 Minuten bleibt nicht viel Zeit, um was zu tun. Der Platz geht okay. Aber Hundert Prozent happy war ich damit natürlich nicht.» Von seinem Startplatz kam Nigon von allen Piloten im ersten Rennen am schnellsten weg, musste sich bei der Anfahrt auf die Mercedes-Arena allerdings der BMW-Power des Polesetters Julian Puffe beugen. Auch dessen Teamkollege Ilya Mikhalchik quetschte sich noch vorbei, fiel aber kurz vor Schluss noch mit einem Defekt aus. Nigon hatte seine Verfolger weit hinter sich gelassen und freute sich im Ziel über den zweiten Platz.

«Mein Start war super», war sich auch der Kawasaki-Pilot bewusst. «Die BMW waren ein wenig schneller und ich habe dann meinen Platz gut verwaltet. Klar müssen wir uns in diesem Bereich weiter verbessern, aber es ist gut, auf dem Podest zu stehen und ich bin happy damit. Klar kriege ich auch so Sachen wie den Ausfall von Mikhalchik mit. Aber in dem Moment berührt mich das nicht. Das habe ich bei der Langstrecke gelernt, denn da sieht man unterwegs so einiges. Aber es ist wichtiger fokussiert zu bleiben.»

Das mit dem Fokus klappte auch im zweiten Lauf. Durch die neue Regelung bei der Startaufstellung musste Nigon allerdings aus der dritten Reihe losfahren. «Regeln sind eben Regeln», wusste auch der Franzose und nahm es mit Humor. «In Oschersleben fand ich das gut, da bin ich im zweiten Lauf von der ersten Startposition losgefahren und konnte gewinnen. Am Nürburgring gefiel es mir nicht mehr ganz so gut. Aber es ist schon ganz gut fürs Spektakel und die Leute auf der Tribüne haben mehr Spaß dadurch.» Einen Pokal für Rang 3 hat es Nigon dennoch eingebracht. «Ja ich bin echt happy, es war ein ordentliches Stück Arbeit. Und die Kulisse war der Hammer. Hier waren so viele Leute wie bei manchem GP. Das war toll.»

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