Ilya Mikhalchik wird von Marvin Fritz überrumpelt

Von Esther Babel
IDM Superbike
Als Meister in der IDM Superbike steht der Ukrainer vom Team alpha Racing-Van Zon-BMW schon längst fest. Der Sieg in Lauf 1 ging klar an Mikhalchik. Aus Sieg Nummer 2 wird am Ende nichts.

In der Box des alpha Racing-Van Zon-BMW Teams sah man am Nachmittag des letzten IDM-Action-Tages der Saison 2019 auf dem Hockenheimring glückliche Gesichter. Den Meistertitel hatte Ilya Mikhalchik ja bereits vor einigen Wochen in Assen erfolgreich verteidigt und dem Team rund um Team Manager Werner Daemen damit den fünften IDM-Titel verpasst. Teamkollege Julian Puffe holte beim Finale in Hockenheim den Vizetitel.

Das Wochenende hatte wettertechnisch alles geboten. Die Freien Trainings wurden auf regennasser Strecke bestritten. «Der erste Tag auf dem Hockenheimring war recht nass» meinte dann auch der Ukrainer. «Das war ein gutes Training. Ich musste dieses Wochenende nicht am Limit fahren, habe es im Nassen aber trotzdem gemacht, weil es der erste Tag in dieser Saison war, an dem es einmal so richtig nass war. Für mich war es wichtig, ein paar Daten mit dem Bike unter diesen Bedingungen zu sammeln, um diese auch in der Zukunft nutzen zu können. Ich hatte ein gutes Gefühl im Nassen. Ich habe mich in den Top Drei bewegt, ohne groß ein Risiko eingehen zu müssen.»

Die Pole-Postion musste er dann an Gastfahrer Marvin Fritz abgeben.

Das erste Rennen glich einem Psycho-Thriller. «Es war sehr schwierig», so Mikhalchik. «Ich hatte in den ersten Runden ein paar Probleme und habe mich zuerst an Position 9 und 10 bewegt. Dann konnte ich mich aber langsam nach vorn arbeiten und Positionen aufholen, bis ich an den Topfahrern dran war und den Kampf mit ihnen aufnehmen konnte. Das Rennen habe ich dann in der letzten Runde gewonnen.»

Der 23-Jährige Ukrainer Mikhalchik hatte einen guten Start in das zweite Rennen, durch das Reverse-Grid-Verfahren von Position 9 aus. Nach sechs Runden übernahm er die Führung und behielt diese bis zur letzten Kurve bei. Dann musste er seinen sicher geglaubten Sieg an Marvin Fritz abgeben, der ihm dicht gefolgt war und ihn in der letzten Kurve vor der Zieldurchfahrt noch den Sieg vor der Nase wegschnappte.

«Zu Beginn habe ich ziemlich gepusht», schildert er. «In den letzten Runden konnte ich dann etwas entspannter fahren. Leider habe ich die Führung dann in der letzten Kurve an Marvin Fritz verloren. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass er so dicht an mir dran ist. Aber nix ist verloren. Ich habe meinen Titel schon. Ich möchte mich bei meinem Team bedanken. Ich hoffe, es werden noch viele Titel folgen und darauf werde ich mich weiter vorbereiten.»

«Was kann ich sagen», überlegt Teamchef Werner Daemen. «Wir sind IDM-Meister und Vize-Meister. Ich bin sehr glücklich. Das erste Rennen hat Ilya wieder gewonnen. Im zweiten Rennen ist er auf Platz 2 gefahren. Da ist man dann schon etwas verwöhnt und ein bisschen enttäuscht, wenn es nicht der erste Platz ist. Aber man kann ehrlich gesagt mit dem ganzen Wochenende glücklich sein.»

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