IDM Superbike

Julian Puffe (BMW): «Ich gebe Titelkampf nicht auf»

Von - 03.10.2019 12:47

Den Vizetitel hat der Schleizer aus dem Team alpha Racing-Van Zon-BMW in der IDM Superbike hinter Kollege Ilya Mikhalchik geholt. Doch Glücksgefühle waren in den letzten Wochen eher rar.

Beim Blick auf die Statistik schaut es für Julian Puffe nicht so schlecht aus. Er hat 2019 zwei Rennen in der IDM Superbike gewonnen und stand noch sechs weitere Male auf dem Podest, er hat die Meisterschaft zeitweise angeführt und hat bereits einen Vertrag für die Langstrecken-Weltmeisterschaft in der Tasche. Doch so richtig in Feierlaune war der Schleizer nach dem für ihn mäßig erfolgreichen IDM-Wochenende auf dem Hockenheimring nicht.

Nach Regen im Freien Training und den beiden Qualifyings im Trockenen landete Puffe auf Startplatz 10. «Leider keine gute Ausgangsposition für den Rennsonntag», postete er anschließend bei Facebook. «Wir arbeiten gerade daran, das Gefühl für die BMW zu verbessern und haben für das Warm-up einiges geändert.»

Im ersten Rennen kam Puffe als Neunter im Ziel an. Im zweiten wurde er auf Platz 14 gewertet. Denn es hatte ihn noch eine 20-Sekunden-Strafe erwischt. Das Startprozedere für das zweite Rennen hatte sich hingezogen, da es kurz vorher noch geregnet hatte. Erst wurde das Rennen zum Wet-Race erklärt, dann doch wieder nicht. Im Eifer des Gefechts überschritt Puffes Mannschaft die erlaubte Zeit in der Startaufstellung, was die Strafe zur Folge hatte.

«Natürlich ist das gerade alles nicht so einfach für mich», gab er anschließend zu. «Ich bin stark in die Saison gestartet, bin als Meisterschaftsführender bei meinem Heimrennen in Schleiz angekommen und habe die Saison am Ende als Vize-Meister beendet. Vize-Meister zu sein ist nicht schlecht. Aber seit ein paar Rennen läuft es nicht mehr so rund und darüber bin ich enttäuscht. Ich kann im Moment auch gar nicht so viel dazu sagen. Ich werde den Winter jetzt dazu nutzen, mich optimal auf die kommende Saison vorzubereiten und den Titel dann wieder anzugreifen. So schnell werde ich nicht aufgeben.»

«Julian ist etwas enttäuscht», so Teamchef Werner. «Er fühlt sich seit ein paar Wochen nicht mehr so wohl auf seinem Bike. Aber da mache ich mir keine Sorgen. Das ist nur eine Phase und kommt wieder in Ordnung. Da bin ich mir ganz sicher.»

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