EWC-Sepang-Reise für Julian Puffe gestrichen

Von Esther Babel
IDM Superbike
Julian Puffe

Julian Puffe

Statt Hitze in Malaysia heißt es für den IDM Superbike-Piloten im Dezember Winter in Schleiz. Im Endurance-Team von BMW musste er seinen Platz frei machen. Die Unterschrift unter dem IDM-Vertrag fehlt ebenfalls noch.

Wenn demnächst der Flieger Richtung Malaysia abhebt, wird Julian Puffe, Vizemeister der IDM Superstock 2019, nicht drinsitzen. Denn entgegen der ursprünglichen Planung wird der Schleizer nicht beim Langstrecken-WM-Lauf in Sepang dabei sein. War er beim EWC-Auftakt im September noch für das neue BMW-Endurance-Team gemeinsam mit Ilya Mikhalchik und Kenny Foray am Start, wird jetzt Markus Reiterberger den dritten Platz im Team einnehmen.

Teammanager Werner Daemen hat ein Luxus-Problem, er kann zwischen den besten Piloten wählen. «Das ist wie beim Fussball», meint er. «Manche dürfen spielen, andere müssen auch mal auf die Bank.» Nach außen merkt man nicht, wie genau Puffe diese Pille schmeckt, besonders lecker wird sie nicht sein. Vor wenigen Wochen hatte der Schleizer seinen Platz im WM-Team vermeintlich sicher.

«Leider dürfen wir bei dem Acht-Stunden-Rennen in Sepang nur drei Fahrer mitbringen, keinen Vierten als Ersatzfahrer», schildert der Teammanager. «Würde es rein um die Sympathie gehen, wäre Julian vielleicht die Nummer 1. Aber ich schicke die drei besten Piloten dort hin. Kenny ist der mit der meisten Erfahrung, Ilya ist derzeit in Top-Form und Markus war schon dort und ist eines seiner besten Superbike-Rennen dort gefahren. Ich verstehe Julians Enttäuschung, das muss so sein, er ist ein Rennfahrer und will natürlich fahren.»

Puffe hatte sich auf der Zielgeraden der IDM ein wenig schwergetan und musste ein paar Rückschläge wegstecken. Die EWC-Absage für Malaysia wird jetzt auch nicht gerade zu seiner Erheiterung beitragen. Vor der Abreise nach Asien will Daemen aber noch das IDM-Thema vom Tisch haben.

Zwei Fahrer hat Daemen für sein IDM-Team schon verpflichtet. Ilya Mikhalchik wird neben der Langstrecken-WM auch ein drittes Mal den Titel in der IDM Superbike anpeilen. Neu dabei ist Vladimir Leonov aus Russland. «Ich musste fast schon ein wenig lachen», so Daemen, «als ich gelesen habe, er sei ein klassischer Bezahlfahrer. Das ist nicht richtig. Er ist sehr schnell. Mein Hauptziel ist es den Titel in der Meisterschaft zu holen, auch Leonov kann vorne mirfahren.» Auch ein weiterer Fahrer steht noch auf Daemens Zettel.

Julian Puffe hat noch keinen Vertrag für die IDM 2020. In der nächsten Woche soll noch ein Treffen zwischen dem Schleizer und dem Belgier stattfinden. «Ich hätte ihn gerne ein weiteres Jahr im Team», so Daemen, «aber es muss natürlich für beide Seiten passen. Egal wo die Reise hingeht, werde ich ihn natürlich bei allem unterstützen.»

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