Grünwald (Kawasaki): Szenenapplaus in der Sachskurve

Von Esther Babel
IDM Superbike
Einfach war der Einstieg in die IDM Superbike für den ehemaligen Moto3-WM-Piloten nicht. Doch er schlägt sich tapfer durch und kann zum Schluss nochmals gut punkten.

Luca Grünwald vom Team Weber-Diener Kawasaki hatte auch am Hockenheimring wieder einiges zu tun, um die Kawasaki ZX10R gemeinsam mit seinem Techniker Kurt Stückle auf die Bedingungen abzustimmen. Doch auch die sechswöchige IDM-Pause hatte der guten Laune des Superbike-Piloten keinen Abbruch getan. «Ich bin viel Moto Cross und Supermoto gefahren», beschreibt Grünwald seine IDM-Pause. «Mein Fuss, den ich mir anfangs der Saison gebrochen habe, ist zu 95 Prozent wieder fit.»

«Bei der Abstimmung der Kawasaki am Hockenheimring hatten wir mit ähnlichen Baustellen zu tun wie auch auf den anderen IDM-Strecken», schildert Grünwald. «Bei der Elektronik haben wir ja nicht so viel Einstell-Varianten zur Verfügung. Vor allem bei den 180-Grad-Kehren am Hockenheimring verliere ich die Zeit in der Beschleunigungsphase am Kurven-Ausgang. Ich kann das Gas einfach nicht so früh aufmachen, wie ich gerne möchte.» Nach den beiden Trainingssitzungen war Startplatz 10 die Ausbeute der Superbike-Neueinsteigers.

Aufmunternden Szenen-Applaus gab es für Luca Grünwald im ersten Rennen der IDM Superbike. Bei der Anfahrt auf die Sachskurve im Motodrom war Grünwald den berühmten Tick zu spät dran und rauschte ins Kiesbett. «Er war gerade dabei, drei Piloten auf einen Schlag zu überholen», schildert sein Teamchef Evren Bischoff die Geschehnisse. «Auch beim Weg ins Kiesbett blieb er noch lange sitzen, doch irgendwann war es zuviel des Guten und er fiel um. Als er sein Motorrad aufgehoben und das Rennen wieder aufgenommen hat, bekam er von den vielen Fans reichlich Applaus.»

Geschmeidiger lief es für Grünwald im zweiten Rennen. «Das war doch gar nicht mal schlecht», beurteilt er seine Vorstellung, die er auf dem siebten Platz beendete. «Am Start hatte ich ein bisschen Pech und konnte mir nicht ganz so viele schnappen wie bei anderen Rennen. Ein paar Plätze habe ich gut gemacht, obwohl ich eingezwickt war. Dann habe ich in einer großen Gruppe alle der Reihe nach aufgeschnupft. Meine Pace war gut. Allerdings hatte ich mich für einen weichen Hinterreifen entschieden. Das war etwas riskant, weil ich nicht wusste, ob er bis zum Schluss hält. Er hat am Ende etwas nachgelassen, aber die Wahl war richtig. Das war ein versöhnlicher Saisonabschluss für uns.»

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