Youngster Luca Schmidt: «Ziel ist irgendwann die TT»

Von Rudi Hagen
Luca Schmidt gibt an diesem Wochenende in Schleiz sein Debüt als Beifahrer in der IDM. Der erst 16-Jährige Thüringer vertritt den verhinderten Belgier Frank Claeys im Boot des Niederländers Hilbert Talens.

Als er vor sechs Jahren auf dem Lausitzring in Begleitung seiner Familie zum ersten Mal die Sidecars fahren sah, stand für Luca Schmidt fest: «Das will ich auch mal machen.» Seitdem haben ihn die Seitenwagen nicht mehr losgelassen. Zuerst hat er angefangen, sie zu fotografieren, dann bekam er die Chance, auch tatsächlich selbst im Beiwagen zu sitzen.

Nach einigen lizenzfreien Rennen und Versuchen in der Sidecar Trophy bekam der junge Mann, der sich momentan im Berufsvorbereitungsjahr befindet und vielleicht noch den Realschulabschluss machen will, das überraschende Angebot, in Schleiz in der IDM Seitenwagen mitzufahren.

«Hilbert Talens rief in dieser Woche an und fragte, ob Luca wohl bei ihm als Beifahrer aushelfen könnte», erklärte Mutter Monja im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Luca war natürlich nicht zu halten und hat gleich zugesagt.»

Auf dem schwierigen Berg- und Talkurs Schleizer Dreieck machte Schmidt junior oder «Schmidti», wie er gemeinhin von seinen Freunden genannt wird, im Boot des Niederländers eine beachtenswerte Figur. «Ja, er wird immer besser und kann auch schon richtig zupacken», freute sich Pilot Hilbert Talens nach der ersten Qualifikation. Talens/Schmidt belegten am Tag 1 in Schleiz immerhin Platz 10 von 18 Teams.

Einer der Förderer des jungen Luca Schmidt ist Markus Schlosser. Der erfahrene Seitenwagen-Pilot aus der Schweiz freut sich über das Interesse des jungen Mannes und berät ihn, wo er nur kann. «Nur so können wir doch den Nachwuchs in den Seitenwagen-Sport bringen», sagte der Schweizer, «leider machen das nicht alle von uns so.» Einer, der auch hilft, ist Jens Lehnertz. Der deutsche Beifahrer des Österreichers Peter Kimeswenger gibt immer wieder Tipps, wie sich Luca im Beiwagen noch verbessern kann.

Luca Schmidt selbst liebt nach eigenen Aussagen die Schnelligkeit des Sport, das Adrenalin, was ausgeschüttet wird und die Zusammenarbeit im Team. Einen Wunsch kann er sich aber trotz Protestes von Mutter Monja nicht verkneifen: «Mein Ziel ist es, irgendwann die TT mitzufahren.»

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