Max Enderlein: «IDM am Sachsenring wäre super»

Von Esther Babel
IDM Supersport 600

Der Sachse zählt mach Kevin Wahr und Marc Buchner zu den Titelkandidaten in der IDM Supersport 600. Zur Vorbereitung auf das Rennen in Zolder fuhr er die WM in Brünn und war auf dem Sachsenring unterwegs.

Die Wut über seinen Patzer beim IDM-Auftakt in Oschersleben dürfte bei Max Enderlein vom Team Freudenberg nach zwei Monaten IDM-Pause inzwischen verraucht sein. Denn damals hatte er seine Podestchancen im zweiten Lauf im Kies versenkt und anschließend noch sechs Punkte gerettet. Die Sommerpause, die eigentlich eher eine Frühlingspause war, hat der Student aus Sachsen nicht ungenutzt verstreichen lassen.

In Brünn war er mit einer Wildcard bei der Supersport-WM dabei. Das Wochenende vor dem Zolder-Auftritt war er zuhause am Sachsenring bei der Deutschen Langstrecken-Meisterschaft und der Deutschen Rundstrecken Championship am Start. «Ich wohne gerade mal 700 Meter von dort weg», schildert er. «Und seit drei oder vier Jahren bin ich nicht mehr dort gefahren. Es ist ein riesen Verlust, dass die IDM dort nicht unterwegs ist. Alle meine Sponsoren sind dort angesiedelt. Das wäre echt eine Nummer, wenn die IDM am Sachsenring fahren würde.»

Die Veranstaltung am Sachsenring nutzte Enderlein nicht nur, um sich vor heimischem Publikum zu zeigen, sondern auch um den neuen Motor seiner R6 einzufahren. Später wechselte er dann auch mal auf eine Kawasaki, um das IDM Motorrad für das Zolder-Wochenende zu schonen. «Das DRC Rennen verlief dann gut», erzählt er. «Ich hatte irgendwann 15 Sekunden Vorsprung und bin dann an die Box gefahren. Ich wollte den Hobbyfahrern nicht die Pokale wegschnappen. Alles in allem war es ein schöner Trainingstag.»

Für Zolder fühlt sich Enderlein (31 Punkte), der auf der Jagd nach dem Führenden Kevin Wahr (41 Punkte) und dessen direktem Verfolger Marc Buchner (40 Punkte) ist, gut vorbereitet. «Mit den Stop- und Go-Passagen kommt mir die Strecke entgegen», verrät Enderlein. «Schon 2017 bin ich da gut klar gekommen. Es ist gut, dass die Rennen auf Samstag und Sonntag verteilt sind, dadurch drohen hoffentlich keine Probleme mit den Unterarmen. Ich freu mich drauf und habe ein positives Gefühl. Ich hoffe, es läuft für mich so gut wie beim ersten Lauf in Oschersleben.» Den hatte Enderlein gewonnen.

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