Martin Vugrinec (Yamaha): Als Neuling auf IDM-Platz 3

Von Rudi Hagen
IDM Supersport 600
Martin Vugrinec machte in der ersten Saison in der IDM Supersport 600 eine sehr gute Figur

Martin Vugrinec machte in der ersten Saison in der IDM Supersport 600 eine sehr gute Figur

Martin Vugrinec fuhr zum Abschluss der IDM Supersport 600 auf dem Hockenheimring auf Podiumsplatz 2 und im zweiten Lauf auf Rang 11. Der Kroate belegt in der Gesamtwertung einen hervorragenden dritten Platz.

Mit seiner ersten IDM-Saison in der Supersport 600 kann Martin Vugrinec mehr als zufrieden sein. Der 20-Jährige aus dem kroatischen Novi Marof konnte zwar im Laufe der 13 Rennen keinen einzigen Laufsieg für sich verbuchen, aber am Ende wurde der Yamaha-Pilot aus dem UNIOR Racing Team mit 168 Punkten Drittbester seiner Klasse hinter IDM-Meister Max Enderlein (22) und dem Zweitplatzierten Marc Buchner (191). Der Niederländer Sander Kroeze folgte mit 168 Zählern auf Rang 4.

Vugrinec, mit Künstlernamen «SpiderMartin», hatte in der Supersport-Saison keinen einzigen Ausfall zu verzeichnen, fuhr viermal auf Platz 2, aber ein Laufsieg war dem «Fulltime Racer», der in Kroatien sein Abitur abgelegt und das Studium erstmal in die Zukunft verlegt hat, nicht vergönnt. SPEEDWEEK.com sprach nach Hockenheim mit dem Kroaten.

Hallo Martin, schon in Assen hast du über das Setup geklagt und auch in Hockenheim lief es anfangs nicht so wie gewollt, oder?

Das ist wirklich wahr, aber es wäre doch auch ein bisschen langweilig, wenn alles immer ganz glatt liefe, nicht wahr? Scherz beiseite, die Qual mit dem Setup setzte sich fort, das stimmt. Ich fand in den Trainings und im Qualifying einfach kein richtiges Gefühl für das Motorrad, ich konnte nicht wirklich schnell fahren. Aber das war meine eigene Schuld, denn die Federung mache ich meistens selbst.

Deine Startposition war dann ja auch nicht die beste.

Nein, P 10 war nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Aber dann habe ich zu meinem Team gesagt, lasst uns alles ändern, mal sehen, ob es funktioniert.

Dann ging dann ja auch wirklich gut, nicht wahr?

Aber ja und wie. Schon beim Aufwärmen war ich eine halbe Sekunde schneller als in der Quali. Aber der Kampf, um an die Spitze zu kommen, war schon hart. Es ging ordentlich zur Sache. Wie auch immer, ich habe es geschafft, mit Platz 2 noch einen Podiumsplatz zu holen. Das war ein tolles Ergebnis.

Im zweiten Rennen wäre es fast schief gegangen für dich.

Ja, gleich in der ersten Runde bin ich mit zwei Fahrern zusammengestoßen und fast gestürzt. Ich hatte danach Mühe, der Spitzengruppe wieder näher zu kommen. Aber als die Strecke frei war, konnte ich immer weiter vor fahren. Ich bin mir sicher, dass ich in den zehn Runden, die noch ausstanden, hätte um den Sieg kämpfen könnte, aber dann wurde die rote Flagge gezeigt.

Das war doch nicht schlecht, denn du konntest von Position 7 wieder in der Restart gehen.

Genau, innerlich war ich begeistert, weil ich von P7 aus mit einem Neustart beginnen konnte und mir in den verbleibenden sieben Runden große Siegchancen ausrechnete.

Doch es kam dann anders, oder?

Oh Mann, es war wieder kein normales Wochenende. Es begann zu regnen und es hieß Wet Race, also war Reifenwechsel angesagt. Doch dann hörte der Regen auf, also wieder Trockenset drauf. Es waren noch fünf Minuten bis zum Restart, da setzte erneut starker Regen ein. Oh scheiße, dachten wir, zurück auf Nass. Wir haben es dann gerade noch so geschafft.

Danach warst du aber nicht mehr schnell unterwegs?

Nicht schnell, ich bin gefahren wie eine alte Oma, denn wegen einiger Elektronikprobleme bekam ich auf die Schnelle keinen Regenmodus auf mein Bike. Ich habe dann lieber meinen Platz in der Meisterschaft verwaltet, denn ein Abflug bei den Bedingungen war schnell gemacht. Ich habe nur gedacht, ich muss ins Ziel kommen und die Punkte holen.

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