Ligier gewinnt das IMSA-Rennen in Laguna Seca

Von Oliver Müller
IMSA
Nicht nur der siegreiche Ligier-Honda (re.) bot ordentlich Rennaction

Nicht nur der siegreiche Ligier-Honda (re.) bot ordentlich Rennaction

Ozz Negri/John Pew holen für Michael Shank Racing den ersten Sieg in der IMSA-Serie überhaupt. Auch in der GTLM-Klasse gab es einen Triumph von historischer Tragweite: Richard Westbrook/Ryan Briscoe siegen im Ford GT.

In der Nacht zum Montag fand ein grosses Motorsport-Wochenende mit dem Lauf der IMSA-Serie sein krönendes Finale. Auf der atemberaubenden Natur-Rennstrecke von Laguna Seca, nahe der Monterey Bay im US-Bundesstaat Kalifornien gelegen, siegte der Ligier JS P2 von Ozz Negri/John Pew (Michael Shank Racing). «Es fühlt sich an, als ob ein Fluch zu Ende ging», war Pew überglücklich. «Denn wir schafften es in der Vergangenheit so oft auf das Podium; jedoch nie auf die oberste Stufe.»

Tatsächlich war es der erste Sieg für Michael Shank Racing in der IMSA-Serie überhaupt – letztmals war man 2012 beim 24-Stunden-Rennen von Daytona erfolgreich (als das Rennen noch zur Grand-Am gehörte). Somit wird gleichzeitig auch die diesjährige Erfolgsgeschichte des Ligier-Hondas in der IMSA-Serie fortgeschrieben. Nach den beiden Triumphen von ESM in Daytona und Sebring konnte in Laguna Seca nun der dritte Saisonsieg im vierten Rennen eingefahren werden.

Eigentlich deutete an diesem Wochenende alles auf einen Sieg von Mazda hin. Die beiden Prototypen (die noch auf einem Lola aus dem Jahre 2012 basieren) dominierten alle freien Trainingssitzungen nach Belieben. Und auch in der Qualifikation sprangen die ersten beiden Startplätze für das Zwei-Stunden-Rennen heraus. Nachdem man in der Startphase dem Feld enteilt war, machten diverse Zwischenfälle den ersten Mazda-Sieg in der neuen Meisterschaft zunichte. Zunächst verloren beide Wagen Zeit beim Boxenstopp, als es beim Nachtanken Probleme gab. Wenig später musste einer der Mazda-LMPs mit Leistungsverlust das Rennen vorzeitig aufgeben. Nach einem Dreher des zweiten Wagens reichte es am Ende für Nunez/Bomarito nur zu Rang vier. Die beiden anderen Plätze auf dem Podium gingen an die Corvette DP von Marc Goossens/Ryan Dalziel (Visit Florida Racing) und Eric Curran/Dane Cameron (Action Express Racing).

In der GTLM-Klasse ereignete sich Historisches: Richard Westbrook und Ryan Briscoe holten den Sieg für den brandneuen Ford GT - und dies im erst fünften Rennen (zuvor: Daytona, Sebring, Long Beach, Silverstone) der flachen, amerikanischen Renn-Flunder. Möglich war der Triumph durch eine Meisterleistung der Renn-Strategen des Chip Ganassi Teams. Denn Briscoe übergab den GT bereits nach ca. 45 Rennminuten an seinen britischen Wagenpartner Westbrook. Dieser blieb der Box bis zum Finale fern und fuhr das Rennen folglich mit nur einer Ladung Sprit zu Ende. «Das ist unglaublich», meinte Briscoe nach dem Rennen. «Es waren zähe Monate, um das Programm zum Laufen zu bringen. Alle haben so hart dafür gearbeitet.»

Alessandro Pier Guidi/Daniel Serra im Ferrari 488 GTE vom kalifornischen Team Scuderia Corsa belegten den zweiten Platz. Dahinter folgte der Porsche 911 RSR von Earl Bamber/Frederic Makowiecki.

Für das Ford-Programm kam der unerwartete Triumph zum richtigen Zeitpunkt. Denn in der IMSA-Serie pausiert die GTLM-Klasse beim nächsten Lauf auf der Belle Isle in Detroit – und wird erst nach den 24 Stunden von Le Mans wieder Gas geben.

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