24h Spa: Mächtige Dramen und Wechsel an der Spitze

Von Oliver Müller
Intercontinental GT Challenge

Bei der 70. Ausgabe der 24 Stunden von Spa-Francorchamps hat BMW das Zepter übernommen. Doch der zweite Werks-Bentley liegt dicht auf den Fersen. Crashes und technische Probleme sorgen immer wieder für Durcheinander.

63 Fahrzeuge haben das 24-Stunden-Rennen auf der 7,004 km langen Strecke von Spa-Francorchamps in Angriff genommen. Pro Kilometer sind dies fast doppelt so viele Rennwagen wie bei den 24h von Le Mans (60 Boliden auf 13,626 km). Damit bleiben Zwischenfälle und brenzlige Situationen natürlich nicht aus. Dieses gepaart mit dem ein oder anderen technischen Gebrechen hat das Klassement bei der 70. Ausgabe des Ardennen-Klassikers regelmäßig durcheinander gewürfelt. Aktuell führt der BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport (Tom Blomqvist, Christian Krognes und Philipp Eng) das Feld an. Doch der Bentley Continental GT3 von Jordan Pepper, Steven Kane und Jules Gounon (Team M-Sport) und überraschend auch der Nissan GT-R Nismo GT3 von Matt Parry, Alex Buncombe und Lucas Ordonez (Team RJN) liegen nur wenige Sekunden dahinter. Aber auch Audi wirkt weiterhin stark.

Der zu Rennbeginn dominierende Aston Martin Vantage von Dominik Baumann/Marvin Kirchhöfer/Maxime Martin (R-Motorsport) hatte am Samstagabend zunächst kurz Probleme mit der Tankanlage. In der Nacht meldete Baumann jedoch Schwierigkeiten mit der Bremse, was das britische Fahrzeug bei einem Extrastopp in der Box ordentlich Zeit verlieren ließ. Auch ein anderes britisches Fahrzeug ist mittlerweile um die Siegchancen beraubt. Der Bentley Continental GT3 von Vincent Abril, Andy Soucek und Maxime Soulet hatte am Samstagabend einige Zeit lang Führungsarbeit geleistet. Doch ein Defekt an der Lenkung (links) hatte eine lange Reparatur zur Folge.

Durch eine gute Taktik (und auch etwas Glück) fuhr sich der Audi R8 LMS von van d. Linde/v. d. Linde/Schmidt wieder in die Spitzengruppe hinein und hatte ebenfalls für einige Zeit die Führung inne. Auch der Lexus RC F GT3 von Norbert Siedler, Stephane Ortelli und Markus Palttala (Emil Frey Lexus Racing) mischte kurzzeitig vorne mit. In der Nacht schrottete Ortelli den japanischen GT3 jedoch in der Eau Rouge heftig (es gab sogar ein Feuer), sodass das Trio nun nicht mehr mit von der Partie ist. Ein weiterer Zwischenfall bei Raidillon ließ das Rennen in der Nacht für circa eine Stunde mit der roten Flagge unterbrechen. Hier waren der Attempto-Lamborghini von Jürgen Krebs und der Parker-Bentley von Andy Meyrick involviert.

Ebenfalls nicht mehr um den Sieg fährt der in der Anfangsphase so gut aufgelegte Lamborghini Huracán GT3 von Andrea Caldarelli, Christian Engelhart und Mirko Bortolotti (GRT Grasser), nachdem Caldarelli bei einem Re-Start mit einem McLaren zusammen kam. Dabei wurde die fordere linke Seite beschädigt, sodass eine längere Reparatur von Nöten war. Später nahm das Team das Fahrzeug durch die Folgen des Unfalls schließlich komplett aus dem Rennen.

Immer weiter nach vorne kam schließlich der Walkenhorst-BMW M6 GT3 von Tom Blomqvist, Christian Krognes und Philipp Eng. Eine starke Leistung bietet auch der M-Sport-Bentley von Jordan Pepper, Steven Kane und Jules Gounon. Dieses Auto hatte das Rennen (nach einem technischen Problem in der Qualifikation) aus der Boxengasse in Angriff genommen. Doch durch beeindruckende Stints ist das Trio bis auf die zweite Position nach vorne gefahren.

Stand nach 14,5 Stunden

1. Blomqvist/Krognes/Eng Walkenhorst BMW M6 GT3
2. Pepper/Kane/Gounon M-Sport Bentley Continental GT3
3. Parry/Buncombe/Ordonez RJN Nissan GT-R Nismo GT3
4. Rast/Müller/Frijns Audi Sport Team WRT Audi R8 LMS
5. van d. Linde/v. d. Linde/Schmidt Land Audi R8 LMS
6. Winkelhock/Vervisch/Haase Sainteloc Audi R8 LMS
7. Sims/Klingmann/Catsburg Rowe BMW M6 GT3
8. Buurman/Stolz/Engel Black Falcon Mercedes-AMG GT3

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