Didier Grams: IRRC-Podium trotz schwieriger Umstände

Von Andreas Gemeinhardt
IRRC
Didier Grams rückte auf den dritten Gesamtrang nach vorne

Didier Grams rückte auf den dritten Gesamtrang nach vorne

Die nach dem schweren Sturz in Imatra neu aufgebaute BMW sollte Didier Grams beim vierten Saisonevent der International Road Racing Championship im belgischen Chimay zurück in die Erfolgsspur bringen.

Der zweite Platz von Didier Grams (Team G&G Motorsport by BMW Motorrad) im IRRC-Superbike-Qualifying hinter Danny Webb (GB) und Gaststarter Vincent Lonbois (B), dem Lokalmatator und IRRC-Superbike-Champion des Jahres 2016, ließen für den Rennsonntag einiges erhoffen, doch das Bike gab erschreckende Geräusche von sich.

«Ein Weiterfahren hätte einen kapitalen Motorschaden zur Folge gehabt», erklärte Technikchef Albrecht Wendritsch. «Gut wenn man ein zweites Motorrad hat. Dieses war zwar nicht mit einem «scharfen» Motor ausgestattet, weil als Regenmotorrad vorgesehen, aber trotzdem wurde sich ans Werk gemacht. Fahrwerk umbauen, Slicks rein und am Sonntagmorgen das Rennen zum BeNeCup, der Belgisch-Niederländische Rennserie, als Funktionstest nutzen.»

«Das Treiben im BeNeCup lief so ungefähr zwei Runden ganz gut. Die belgischen Fahrer sind auf heimischem Terrain ja immer sehr motiviert und mögen es gar nicht, wenn ihnen ein Gaststarter aus der IRRC vor der Nase herumfährt. Jedenfalls fehlte Didier in der dritten Runde bei der Durchfahrt an Start und Ziel. Stattdessen stieg aus Richtung Zielkurve schwarzer Rauch empor, der nicht der extremen Hitze und Waldbrandgefahr geschuldet war, sondern tatsächlich von der brennenden BMW mit der Startnummer 26 stammte.»

«Einer dieser «hochmotivierten» belgischen Fahrer hatte Didier in der Zielkurve abgeschossen. Wie durch ein Wunder blieb der 35-jährige Sachse, von ein paar Prellungen abgesehen, unverletzt. Glücklicherweise war sofort ein Streckenposten mit Feuerlöscher zur Stelle und konnte das Schlimmste verhindern. Nun ist dieser Löschschaum ein derartig aggressives Zeug, das mit Wasser nicht entfernt werden kann und in jede Ritze dringt. Jedoch verhinderte er auch größere Brandschäden und die Mechaniker konnten das Motorrad dank einer Verschiebung im Zeitplan zum ersten IRRC-Rennen wieder herrichten.»

«Unsere Crew ist ja mittlerweile an abgebrochene Fußrasten, Lenker, Verkleidungen und ähnliches gewöhnt, aber Didier wollte sich nun natürlich mit Top-Ergebnissen bei seinem fleißigem Team bedanken und fuhr zwei furiose Rennen. Er erreichte jeweils den dritten Platz. Lonbois gewann beide Rennen, doch da er als Gaststarter nicht punkteberechtigt ist, rückt Grams jetzt im IRRC-Superbike-Gesamtklassement wieder auf den dritten Platz hinter Danny Webb und Erno Kostamo nach vorn. So nahm dieses spannende Wochenende auf der Traditionsrennstrecke am Rande der Ardennen doch noch ein versöhnliches Ende und vielleicht geht ja noch was im tschechischen Horice, wo für uns am 18. und 19. August das fünfte IRRC-Saisonevent 2018 ansteht.»

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