Suzuki: Zwei neue 250er – für Märkte außerhalb Europa

Von Rolf Lüthi
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Suzuki stellte auf der Motorradmesse Mailand das Straßenmodell GSX250R und die Mini-Reiseenduro V-Strom 250 vor. Das gibt auch Einblick in die Firmenstrategie.

Den verbauten 250er-Motor kennen wir seit 2012, er debütierte in der Inazuma genannten Straßenmaschine. Ein Zweizylinder-Reihenmotor, leicht langhubig ausgelegt, der für den Einsatz in den neuen Modellen und zur Einhaltung von Euro 4 überarbeitet wurde. Die obenliegende Nockenwelle ist neu, ebenso die Rollenkipphebel und die Einlassventile mit verjüngtem Schaft. Der simple Zweiventil-Motor mit 180° Hubzapfenversatz leistet 25 PS bei 8000/min und drückt 23 Nm bei 6500/min.

Die GSX250R ist trotz des ersten, sportiven Eindrucks eher ein Miniatur-Tourensportler, ein Motorrad für den Stadtverkehr und kurze Trips über Land. Mit 181 kg scheint sie etwas schwer geraten, doch ist dieses Modell nicht primär für Europa, sondern für den stark expandierenden asiatischen Markt gedacht, und da ist angesichts der Straßenverhältnisse eine robuste Bauweise ein Verkaufsargument, ebenso wie der Verbrauch von um die 3 l/100 km. Bei einem Tankinhalt von 15 l resultiert eine Reichweite von zirka 500 km. Der überarbeitete Schmierkreislauf beinhaltet reichlich dimensionierte 2,4 l Öl. Das LCD-Instrument liefert alle gewünschten Informationen. ABS ist Pflicht, das LED-Rücklicht eine nette Zugabe.

Eine V-Strom 250 drängt sich aus europäischer Sicht noch weniger auf. Für den asiatischen Markt und die Märkte weiterer Schwellenländer könnte dieses Modell genau richtig sein, und Suzuki sieht in diesen Märkten offensichtlich Potenzial. Der Motor der kleinen V-Strom entspricht jenem der GSX250R (ist also trotz der Namensgebung kein V-Motor), ebenso wurden das LCD-Cockpit, die Zehnspeichen-Gussräder und die Bremsen übernommen. Zum Fahrwerk waren noch keine Details zu erfahren, ob die V-Strom mit längeren Federwegen als die GSX250R gesegnet sein wird, ist nicht so sicher. Für den Aufbruch zum weiten Horizont gibt es Seitenkoffern und einen Alugepäckträger, der offiziell mit 8,5 kg beladen werden darf – mehr als bei vielen Abenteuermaschinen der Oberklasse. Auch die Reichweite von mehr als 500 km (Tank 17 l) ist respektabel.

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