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Verkauf gestoppt – bleibt Ducati im Besitz von Audi?

Von Rolf Lüthi - 04.08.2017 15:27

Im Aufsichtsrat von VW sind die Arbeitnehmervertreter wie auch die Vertreter der Eigentümerfamilien Piech und Porsche gegen einen Verkauf von Ducati.

Im 20-köpfigen Kontrollgremium des VW-Konzerns, zu dem auch Audi gehört, besetzen die Arbeitnehmervertreter zehn Sitze, vier weitere haben die Familien Porsche und Piech inne. Ohne Zustimmung des Aufsichtsrats kann die Geschäftsleitung von VW/Audi den Motorradhersteller Ducati nicht verkaufen. Mit dem Erlös aus diesem Verkauf sollten finanzielle Reserven für zu erwartende Schadenersatzforderungen wegen des Dieselskandals bereitgestellt werden. Ein Verkaufspreis von 1,5 Miliarden Euro wird kolportiert.

Neben reinen Finanzgesellschaften sollen sich Harley-Davidson, Polaris, Eicher (Royal Enfield) und Bajaj Auto für Ducati interessieren. Nach dem jetzigen Stand der Informationen ist es jedoch gut möglich, dass ein Verkauf gar nie zustande kommt und Ducati in deutschem Besitz bleibt. Derzeit gehören zum VW-Konzern 12 Marken, man baut motorisierte Strassenfahrzeuge, vom Motorrad (eben, Ducati) bis zum Lastwagen (MAN, Scania). Bei den Automobilen deckt man vom simplen Gebrauchsfahrzeug (Skoda, Seat, VW) bis zum Statussymbol (Lamborghini, Bentley) das ganze Spektrum ab.

Derweil hat Ducati angekündigt, dass am 7. September in Misano, am Donnerstag vor dem MotoGP-Rennen, 'der Sound einer neuen Ära' erklingen wird. Wir erwarten, dass Ducati dort ein Vorserienmodell, einen Prototypen oder zumindest den Motor des neuen Supersport-Strassenmotorrades herzeigen wird. Neuer Sound deshalb, weil in das neue Oberklasse-Sportmotorrad der Marke nicht mehr wie seit 1973 ein V2-Motor, sondern ein V4 eingebaut sein wird.

Audi-Cabriolets an einem Ducati-Event: Kommt ein Verkauf in nächster Zeit gar nicht zustande? © Ducati Audi-Cabriolets an einem Ducati-Event: Kommt ein Verkauf in nächster Zeit gar nicht zustande?

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