Michael Härtel: «Marienbad ist kein Nachteil für uns»

Von Susi Weber
Langbahn-Team-WM
Michael Härtel

Michael Härtel

Zum zweiten Mal ist der 18-jährige Michael Härtel aus Dingolfing Teil des schwarz-rot-goldenen Langbahn-Nationalteams, das am 16. Juli beim Finale in Marienbad erneut nach Gold greifen will.

Vergangenes Jahr gab Michael Härtel sein Debüt im Langbahn-Nationalteam. 2016 debütiert er auf dem 1000-Meter-Oval in Marienbad/Tschechien, auf dem am Samstag die Langbahn-Team-WM ausgetragen wird. Gemeinsam mit Martin Smolinski (Olching), Jörg Tebbe (Dohren) und Stephan Katt (Neuwittenbek) kämpft der Team-WM-Silbermedaillengewinner des Vorjahres gegen die Mannschaften aus den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien, Finnland und Tschechien – und will 2016 noch einmal eine Stufe auf dem Podest weiter nach oben.

Knapp drei Wochen ist es her, dass Michael Härtel beim Speedway-Paar-Cup in Landshut sowohl seinen bislang größten Saisonerfolg feierte als auch den bittersten Schlag des Jahres hinnehmen musste. Mit den Wölfen Wittstock und gemeinsam mit Mathias Schultz und Steven Maurer wurde er Cup-Sieger – nach einer Kollision mit Martin Smolinski. Diagnose: Schlüsselbeinbruch. Eine Operation und eine verletzungsbedingte Pause folgten. «Es geht mir soweit wieder gut. Seit einer Woche habe ich das Fitnesstraining aufgenommen und werde diese Woche auch wieder auf der Bahn trainieren», sagte Härtel am Dienstag. Sein Einsatz in der Langbahn-Nationalmannschaft ist nicht gefährdet – auch wenn er am Samstag in Marienbad mit stabilisierenden Schrauben und Platten an den Start rollen wird.

Auf der Langbahn gewann Härtel 2016 die Rennen in Scheeßel und Altrip, wurde bei seinem Heimrennen in Dingolfing Dritter. «Ich werde mit einem guten Gefühl nach Marienbad fahren», sagte der Youngster des deutschen Nationalteams. Gleichzeitig wird Härtel auf dem 1000-Meter-Oval mit den überhöhten Kurven eine Premiere feiern: «Bislang bin ich noch nie dort gefahren, kenne die Bahn aber von einigen Besuchen.» Fahrerisch komme das schnelle Rund, so glaubt der 18-Jährige, den deutschen Piloten eher entgegen: «Marienbad ist nicht zum Nachteil für uns.»

Mit ins Gepäck nimmt Härtel sowohl den Ehrgeiz, so viele Punkte wie möglich zu erzielen, andererseits aber auch der Mannschaft zu dienen: «Wichtig ist, dass wir zusammen gut sind, miteinander Teamfahren praktizieren.» Für Letzteres bringt Härtel trotz seiner jungen Jahre viel Erfahrung aus dem Speedwaysport mit. Teammanager Josef Hukelmann sieht in Härtel «ein Riesentalent» und «sicheren Punktelieferanten»: «Für uns als AG Langbahn, welche die Nationalmannschaft nominiert, war er definitiv gesetzt. Ohne Wenn und Aber.»

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