Martin Wimmer feierte seinen 60. Geburtstag

Von Michael Sonnick
Moto2
Martin Wimmer freut sich über seinen dritten Platz in Brünn 1982

Martin Wimmer freut sich über seinen dritten Platz in Brünn 1982

Martin Wimmer feierte seinen 60. Geburtstag. Der Münchner zählte in den 1980er Jahren zu den erfolgreichsten deutschen Piloten in der Motorrad-Weltmeisterschaft.

Die Karriere von Martin Wimmer begann 1976 bei nationalen Berg- und Rundstreckenrennen. 1978 gewann er den neuen Yamaha-Cup auf der Yamaha-XS-400. 1979 nahm Wimmer am OMK-Pokal teil und wurde Vizepokalsieger. Mit Unterstützung des deutschen Yamaha-Importeurs Mitsui startete der Bayer dann in der deutschen Meisterschaft.

In der Deutschen Motorradmeisterschaft wurde er 1980 auf Anhieb Vizemeister in der 250-ccm-Kategorie und DM-Vierter in der Klasse bis 350 ccm. Beim WM-Finale am 24. August 1980 gab Wimmer auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings sein Grand-Prix-Debüt und holte mit dem neunten Platz in der 250-ccm-Klasse seine ersten zwei WM-Punkte.

1981 errang Wimmer den DM-Titel in der 250-ccm- sowie in der 350-ccm-Klasse und belegte den achten Gesamtrang in der 250-ccm-WM. Sein bestes Saisonergebnis war der vierte Platz beim Grand Prix von Italien in Monza.

Martin Wimmer war viermal Deutscher Meister, dreimal in der 250 ccm- (1981, 1984 und 1985) und einmal in der 350 ccm-Klasse (1981).

Seinen ersten von drei Grand Prix-Siegen (alle auf Yamaha in der 250-ccm-Klasse) errang Martin Wimmer am 1. August 1982 beim Britischen GP in Silverstone. Von der Pole-Position aus ging Wimmer ins Rennen, lieferte sich ein spannendes Duell mit Toni Mang (Kawasaki) und siegte mit 1,09 Sekunden Vorsprung.

Der zweite Erfolg gelang ihm zum Heim-Grand-Prix 1985 auf dem Hockenheimring. Auf regennasser Piste besiegte Wimmer den späteren Weltmeister Freddie Spencer (USA/Honda) um 11,03 Sekunden, Dritter wurde Toni Mang (Honda).

Seinen letzten GP-Sieg feierte Wimmer am 26. April 1987 auf der andalusischen Rennstrecke in Jerez de la Frontera/Spanien. Dort besiegte er seinen Marlboro-Yamaha-Teamkollegen Luca Cadalora (Italien) um 1,68 Sekunden.

Zusammen mit dem Australier Kevin Magee gewann Martin Wimmer auf Yamaha 1987 das legendäre 8-Stunden-Rennen in Suzuka/Japan. Danach ging Wimmer in der 250er-WM für Aprilia an den Start, in der Saison 1990 gelangen ihm die letzten Podiumsplätze, als er auf dem Salzburgring/Österreich Zweiter sowie Dritter in Rijeka/Jugoslawien wurde. In seiner letzten Grand Prix-Saison 1991 wurde er auf Suzuki WM-Neunter in der 250-ccm- Klasse.

Martin Wimmer wechselte dann in den Automobilsport und nahm an der Opel-Lotus Serie teil. Zusätzlich ging er für Suzuki als Gaststarter bei ein paar Rennen zur Pro Superbike-Serie an den Start. Danach wechselte er zum ADAC, wo er für den ADAC-Junior Cup und den Motorrad-GP zuständig war.

Im März 2009 kaufte Wimmer mit seiner damaligen Frau Martina Haeger sowie Ralf Waldmann den Motorradhersteller MZ und betrieb ein Moto2-Team und 2012 auch in der Moto3-WM. Im September 2012 meldete Wimmer dann für die Motorenwerke Zschopau Insolvenz an.

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