Alex Baumgärtel (Kalex): Ruhmreiche Bilanz seit 2010

Von Günther Wiesinger
Moto2
Mehr als 20 Moto2-Maschinen im Feld: An Kalex führt kein Weg vorbei

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Kalex hat 49 Moto2-GP-Siege hintereinander gefeiert, dann verhinderten Oliveira und KTM in Australien das große Jubiläum. Kalex-Chef Alex Baumgärtel zieht die Bilanz aus acht Jahren Moto2-WM.

Der deutsche Motorradhersteller Kalex engineering aus Bobingen hat beim GP von Japan in Motegi den 49. Moto2-GP-Sieg in Serie gefeiert.

Das Jubiläum des 50. Triumphs in Serie verhinderte aber das Red Bull KTM-Werksteam in Phillip Island eine Woche später. Denn Miguel Oliveira siegte – wie eine Woche später in Sepang – vor seinem Teamkollegen Brad Binder.

Doch die Kalex-Mitbesitzer Alex Baumgärtel und Klaus Hirsekorn aus deren Vornamen sich KALEX zusammensetzt, nehmen das Ende der Siegesserie gelassen und sportlich hin.

Denn eigentlich war die Serie bereits in Misano gerissen, zumindest vorübergehend, denn dort hat Domi Aegerter auf Suter gewonnen, den Sieg aber wegen einer Ölmanipulation wieder verspielt.

Damals hatte Kalex 46 Siege hintereinander auf dem Konto.

«Die Zahl 46 gefällt uns gut. Auf sie stößt man ja immer wieder im Fahrerlager», schmunzelte Klaus Hirsekorn, bevor Aegerter für das Misano-Weekend disqualifiziert wurde.

Kalex hat seit 2011 (Bradl) die Fahrer-WM in der Moto2 auch in den Jahren 2013 bis 2017 gewonnen – mit Pol Espargaró, Tito Rabat, Johann Zarco (2x) und Franco Morbidelli.

Wir haben Kalex-Geschäftsführer Alex Baumgärtel trotz des verpassten Jubiläums-Sieges ein paar Fragen zur Vergangenheit und Zukunft gestellt.

Der schönste Sieg?

Ganz klar: Katar-GP 2011. Da ging’s bei uns los. Unser erster GP-Sieg. Stefan Bradl hat das erste Rennen der Saison 2011 sowas von dominiert.

Der beste Kalex-Fahrer bisher?

Puh, ganz schwer zu sagen. Ich denke Zarco. Er hat zweimal die Klasse gewonnen und ist ein unglaublich präziser Arbeiter.

Grösste Enttäuschung?

Enttäuschungen werden verdrängt und als Erfahrung gespeichert.. Der Blick nach vorne zählt.

Euer Erfolgsgeheimnis?

Arbeiten, arbeiten, arbeiten… Und zuhören.

Euer bestes Rennen?

In der Moto2 hat es zu viele High-Class Rennen gegeben. Das kann ich nicht sagen. Im Kopf bleibt Stefan Bradl 2011 in Katar. Er hatte glaube ich zwischenzeitlich knapp 10 Sekunden Vorsprung und ist dann mit einem gutem Sicherheitspuffer von 4,3 Sekunden ins Ziel gekommen. Ich erinnere mich aber auch gerne an die Qualifying-Kämpfe von Pol Espargaró und Marc Márquez, da ging’s oft heiß her.

Euer bestes Jahr?

Hoffentlich das nächste Jahr. Rein statistisch 2016, wir blieben die ganze Saison ungeschlagen.

War der Umstieg von Stefan Bradl von Suter auf Kalex für 2011 der Schlüssel zum Erfolg?

Schon, ja. Wenn Stefan «sein Gefühl» fürs Vorderrad hatte, war er nahezu unschlagbar. Wir haben in 2011 viel gelernt.

Ihr seid 2010 mit zwei Fahrern in die neue Moto2-WM gekommen (Axel Pons, Sergio Gadea), dann habt ihr das Kontingent gewaltig aufgestockt.

Ja, wir hatten 2015 oder 2016 maximal 23 oder 24 Fahrer, glaube ich. Ich bin aber schlecht in Statistik.

Bleibt die MotoGP ein Ziel?

Man weiss ja nie. Im Hinterkopf träumt jeder von der höchsten Klasse. Aber ganz klar: Im Moment dominiert bei uns die Arbeit für die Moto2-WM 2018 und die Vorbereitung auf 2019 mit dem neuen Triumph-Motor.

Stichwort Triumph: Eine neue Herausforderung? Oder kann die bisherige Überlegenheit fortgesetzt werden?

Natürlich ist das eine neue Herausforderung. Durch das unterschiedliche Motor-Aufhängungskonzept – Triumph hat links und rechts vorne je zwei Motoraufnahmen, Honda nur zwei – ändert sich grundlegend etwas in der Struktur für den Rahmen. Außerdem können wir mit einem deutlichen Drehmomentzuwachs rechnen.

Das verändert einiges.

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