Matthias Meggle (Intact) auf Suter in der Moto2-EM

Von Günther Wiesinger
Moto2
Der 17-jährige Allgäuer Matthias Meggle ist für die Moto3-Klasse zu groß geworden. Deshalb schickt ihn das Dynavolt Intact-Team 2018 in die Moto2-Europameisterschaft. Einzelne WM-Einsätze sind möglich.

Seit der Saison 2013 (damals stiegen die Red Bull-Rookies-Fahrer Florian Alt und Philipp Öttl ein) und 2014 (Luca Grünwald bei Kiefer Racing) kam kein deutscher Fahrer mehr neu in die Moto3-Weltmeisterschaft. Und von diesem Trio blieb in den letzten drei Jahren nur Öttl dauerhaft übrig.

Auch in der Moto2- und MotoGP-WM sind mit Schrötter, Cortese und Folger deutsche Fahrer unter Vertrag, die seit 2006 (Cortese) oder 2009 (Schrötter) in der WM zugegen sind. Jonas Folger debütierte bereits 2008 in der 125-ccm-Weltmeisterschaft.

Dabei bemühen sich alle möglichen deutschen Teams von Freudenberg über Kiefer, einst das Racing Team Germany, dazu jetzt Saxoprint und Dynavolt Intact GP um den Nachwuchs aus heimischen Gefilden. Aber Talente wie Tim Georgi oder Dirk Geiger schafften bisher den Sprung in die WM nicht.

Das Intact-Team unterstützt seit zwei Jahren Matthias Meggle, der in dieser Saison den Red Bull Rookies-Cup auf dem siebten Gesamtplatz abschloss und dazu den Northern Europe Cup bestritt.
Für die Weltmeisterschaft ist der aus Kempten stammende Meggle aber noch nicht reif.

Deshalb hat Dynavolt-Intact-Teamchef Jürgen Lingg andere Pläne für den Allgäuer.

«Meggle hat mit Sicherheit das nötige Talent für die WM. Aber Matthias ist enorm gewachsen, er ist mehr als 180 Zentimeter groß, also zu groß für die Moto3 – wie Bendsneyder. Er war 2017 auch im Rookies-Cup gut, er ist einmal mit Platz 2 aufs Podium gefahren. Aber er hat dort zwei Jahre Zeit gekriegt und jetzt muss er dort halt Platz machen. Das ist ganz normal. Man darf nicht vergessen, er ist wegen seiner Körpergröße im Cup mit 10 kg mehr spazieren gefahren als die andern. Wir glauben an ihn.»

«Wir werden nächstes Jahr auf jeden Fall mit Matthias Meggle die CEV-Repsol-Moto2-Europameisterschaft bestreiten, wir werden zu diesem Zweck eine Kooperation mit dem Team Promoracing geplant. Dieser Rennstall ist 2017 mit Granado Moto2-Europameister geworden. der Kontakt ist entstanden, weil der Teambesitzer Daniel DeVahive auch Manager von Xavi Vierge ist, der 2018 für uns die Moto2-WM fährt.»

Meggle wird also 2018 die Moto2-EM in Angriff nehmen, natürlich auf einer Suter MMX2-Maschine. In der WM werden nächstes Jahr Schrötter und Vierge mit Suter im Intact-Team fahren.

Sind für Meggle auch WM-Einsätze vorstellbar? Oder ein Wildcard-Einsatz beim Sachsenring-GP?

«Zuerst wollen wir beobachten, wie er sich in der WM macht», sagt Jürgen Lingg. «Wir haben ja in diesem Jahr gesehen, wie rasch man mal einen Ersatzfahrer braucht. Meggle soll so bald wie möglich mit einer Moto2-Maschine trainieren. Wir werden schauen, dass wir so schnell wie möglich ein Motorrad für ihn aufbauen, damit er im Winter in Spanien fahren kann. Er hat ja keine beschränkten Testtage, er kann testen so viel er will. Die Promoracing-Mannschaft macht das sehr professionell, dort ist auch Ex-Rennfahrer Raul Jara beschäftigt. Wir werden Meggle dort platzieren, das Team wird aber in unseren Farben fahren.»

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