Danny Kent (Speed-up): Umzug nach Italien

Von Johannes Orasche
Moto2
Der einstige britische Nationalheld Danny Kent hat seine Karriere grundlegend neu geordnet. Er weiss: «Ich muss gute Ergebnisse liefern. Sonst kann meine Karriere im GP-Fahrerlager rasch zu Ende sein.»

Der Brite Danny Kent zog 2017 bei Kiefer Racing bereits während der Übersee-Tournee zu Beginn des Jahres in Texas völlig überraschend einen Schlussstrich. Er stieg nach dem Warm-up in Austin aus der WM aus. Danach gab er noch vereinzelte Gastspiele – zum Beispiel bei Red Bull Ajo-KTM in der Motio3 und bei Dynavolt Intact (in Spielberg statt Marcel Schrötter) in der Moto2-WM.

Kent fuhr 2015 bei Leopard Honda Racing im Alleingang zum Moto3-WM-Titel, wobei ihn Miguel Oliveira (Red Bull KTM) beinahe noch abgefangen hätte. In der Moto2-Klasse kam er bei Leopard Kiefer 2016 nur auf Gesamtrang 22. Jetzt hat er seine Karriere bei der italienischen Speed-up-Mannschaft von Luca Boscoscuro völlig neu organisiert.

Landsmann Sam Lowes sorgte bei Speed-up in den Jahren 2014 und 2015 regelmäßig für Furore. Um näher bei seinem neuen Team zu sein, ist Danny Kent (23) sogar aus Großbritannien in die Nähe von Neapel gezogen. Die Auszeit nach dem selbst gewählten Rückzug bei Kiefer Racing hat Kent genutzt.

«Es war nicht immer leicht, zu Hause auf der Couch zu sitzen und die Rennen zu verfolgen. Ich habe viel den anderen Leuten die Schuld gegeben und weiß, dass im Team viele Fehler vorgekommen sind. Der Schritt war aber das Beste, was ich tun konnte. Ich habe gemerkt, was ich ändern muss. Das Feuer ist wieder entfacht.»

In Italien leistet sich Kent auch einen neuen Trainer. «Er ist auch Simone Corsis Trainer. Ich arbeite jetzt seit einem Monat mit ihm und fühle mich bereits viel besser auf dem Bike», freut sich Kent. «Mein Plan ist es, künftig den Großteil der Winter in Italien zu verbringen. Wenn draußen in der Früh die Sonne scheint, ist man automatisch motiviert, um zum Beispiel Rad zu fahren. In der Vergangenheit hatte ich manchmal mit der Fitness Probleme, aber ganz so schlecht war ich auch nicht.»

Auch der Zusammenhalt in der Speed-up-Truppe ist aus der Sicht von Kent gewaltig. «Teambesitzer Luca Boscoscuro spricht ständig nur davon, wie er wieder Rennen gewinnen möchte. Ich wäre gerne die Person, die genau das erledigen kann. Luca ist so unglaublich motiviert. Wenn wir ein Problem haben oder wenn etwas gebraucht wird, dann ist er der Erste, der nach Hause fährt und dort auch zwischen den Tests ein neues Teil baut. Ich denke, wir können ein positives Jahr erleben.»

Zu seinem neuen Motorrad, der Speed-up, sagt der Brite: «Viele behaupten, die Speed-up sei ein schlechtes Bike. Aber mich haben die Ergebnisse von Sam Lowes veranlasst, bei Speed-up zu unterschreiben. Das Motorrad ist für Podiumsplätze gut. Ich weiß, ich muss diesmal gute Ergebnisse liefern. Sonst kann meine Karriere im GP-Fahrerlager rasch zu Ende sein.»

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