Marcel Schrötter (Intact): «Ich habe keine Angst»

Von Günther Wiesinger
Moto2
Marcel Schrötter

Marcel Schrötter

Marcel Schrötter hat nach dem ersten Moto2-Podestplatz in Misano Appetit auf mehr bekommen. «Aber wenn du ganz vorne bist, verzeiht dir keiner was», hat er 2018 herausgefundden.

Marcel Schrötter hat inzwischen 152 Grand Prix absolviert und seine treuen Fans in Misano 2018 mit dem ersten Podestplatz seiner GP-Laufbahn begeistert. Und da der WM-Achte aus dem Dynavolt Intact GP-Team dazu auch drei vierte und einen fünften Platz erzielte, rechnet er sich für die Moto2-Saison 2019 einiges aus. Es wird ab jetzt mit den neuen 765-ccm-Dreizylinder-Motoren von Triumph gefahren. Und da mit Pecco Bagnaia, Miguel Oliveira, Joan Mir und Fabio Quartararo vier starke Gegner in die MotoGP-Klasse wechseln, sollten die Aussichten auf Top-3-Plätze steigen.

Manche Beobachter, Szenekenner und TV-Kommentatoren behaupten, Schrötter sei in den ersten Rennrunden nicht aggressiv genug, wenn es darum geht, die Ellenbogen rauszustrecken und die Startposition zu behaupten oder gar zu verbessern.

Der Kalex-Pilot aus Pflugdorf hat diese Schwächer auch selber erkannt und sich Gedanken dazu gemacht. «Es liegt sicher nicht daran, dass ich irgendwo Angst habe», versichert der 25-jährige Bayer. «Aber ich bin mit Sicherheit ein Fahrer, der normalerweise bedachter überholt, weil ich immer das Ziel habe, ins Ziel zu kommen. Ich will auch keinen anderen Fahrer mit Absicht runterfahren. Ich versuche so zu überholen, dass es okay ist. Natürlich habe ich auch oft schon Überholmanöver gestartet, bei denen es eng wurde, denn man kann in solchen Situationen nicht alles zu 100 Prozent planen.»

Schrötter: «Vielleicht fehlt mir momentan noch irgendwas. Ich kann mir schon einreden und versuchen, in der ersten Rennphase aggressiver zu fahren, aber vielleicht fehlt mir das automatisch Gespür, die richtige Lücke zu sehen oder zu erahnen, wo sich bald eine Lücke auftun wird. Ich arbeite an dieser Schwäche. Ich hatte früher schon eine Zeit, wo ich mir schwer getan habe, meine Position im Rennen zu behaupten, wenn ich von Startplatz 10 oder 15 losgefahren bin. Ich habe diese Schwäche aber dann von einem auf das andere Jahr ausgemerzt und habe dann in den ersten Runden meine Startposition immer verbessert. Aber in der vergangenen Saison stand ich oft in der ersten oder zweiten Reihe, ich war also zu Beginn des Rennens in Gesellschaft der absolut Schnellsten. Und da verzeiht dir ja keiner was. Ich darf mir bei diesem Aspekt nicht zu viele Sorgen machen. Ich weiß, dass ich mich in dieser Hinsicht irgendwie verbessern und das hinbringen muss. Ich bin sicher, das schaffen wir.»

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