Gresini: Poggiali wird Coach von Lowes, Rodrigo & Co.

Von Otto Zuber
Moto2
Manuel Poggiali

Manuel Poggiali

Gresini Racing wächst: Mit Manuel Poggiali holt Fausto Gresini einen Riders-Coach an Bord, der sich nicht nur um den Moto2-Hoffnungsträger Sam Lowes kümmert. Auch die Moto3- und MotoE-Klasse gehören zu den Aufgaben.

Gresini Racing holt sich für 2019 dauerhaft Unterstützung von Manuel Poggiali. Der ehemalige 125er- und 250er-Weltmeister (2001 und 2003) betreut als Fahrer-Coach unter anderem Gabriel Rodrigo, Riccardo Rossi (Moto3) und Sam Lowes (Moto2).

«Wir wollen nichts dem Zufall überlassen. Ich glaube, dass Manuel der richtige Mann ist, um uns auf vielen Ebenen zu helfen. Als ein ehemaliger Weltmeister bringt er eine Siegermentalität mit, er wird unseren Fahrern – von der Italienischen Meisterschaft bis zur Weltmeisterschaft – helfen», verkündete Teamchef Fausto Gresini.

«Das ist auch eine Chance für ihn, das Fahrerlager auf eine andere Art zu erleben. Die Idee dahinter ist, dass er ein Mentor für die Fahrer sein kann und gleichzeitig seinen Weg zur Rolle des Teammanagers beschreiten kann – unser Team wächst Jahr für Jahr», blickte Gresini voraus.

Poggiali selbst spricht im Interview über seine neue Rolle und das Potential seiner Schützlinge.

Welche Rolle wirst du ihm Team einnehmen?

Ich bin sehr glücklich, offiziell Teil von Gresini Racing zu werden. Im Vorjahr konnten wir uns kennenlernen und mochten uns von Anfang an, jetzt bin ich Teil der Familie. Das ist eine großartige Gelegenheit, ich möchte Fausto dafür danken. Meine Rolle wird es sein, ein bisschen von meiner Erfahrung an die Fahrer weiterzugeben, auf und neben der Strecke. Es gibt viele Bereiche, an denen wir arbeiten müssen, und ich bin mir sicher, dass wir mit dem Team, das wir zusammenstellen, großartige Dinge schaffen können.

Du bist von 1998 bis 2008 in der Weltmeisterschaft gefahren, hast 12 Siege, 35 Podestplätze und zwei Titel... Wie wichtig wird deine Erfahrung für Gresini Racing sein?

Ich bin nicht so lange Rennen gefahren, aber ich war ziemlich erfolgreich. Meine Titel kamen ziemlich früh, dank des großartigen Momentums und den richtigen Leuten, die ich um mich hatte. Die Umgebung und die Beziehungen, zusammen mit der technischen Seite, sind die Schlüsselfaktoren, um bedeutende Ergebnisse einzufahren. Gut zu fahren ist eine Sache, zu gewinnen eine komplett andere. Man braucht ein Extra, um zu gewinnen, eine andere Einstellung im Kopf und die Fähigkeit, mit Druck umzugehen. Ich hoffe, dass ich meine Erfahrung zur Verfügung stellen kann und in meiner neuen Rolle im Team Gresini Racing gut einsetzen kann.

Wie sehr hat sich das Rennfahren verändert, seit du nicht mehr fährst?

Das Rennfahren im Motorsport hat sich sehr verändert und in vielen Bereichen: Technologie, Training und auch die Motorräder selbst. Wenn wir darüber nachdenken, vor nicht allzu langer Zeit haben nur einige wenige Fahrer so trainiert, wie jetzt auch die am Ende des Feldes trainieren. Das ist die natürliche Entwicklung eines Sports, dessen Essenz dieselbe bleibt – die, dich ich immer hatte.

Lass uns über die Projekte dieses Jahres sprechen und darüber, wie du das Potential der Fahrer einschätzt.

Wir können bei den Jungen anfangen: Wir müssen hart arbeiten und sichergehen, dass sie sich entwickeln und als Fahrer besser werden, in einer etwas entspannteren – aber immer noch extrem konkurrenzfähigen – Meisterschaft wie dem CIV in Italien.

In der Moto3-WM setzten wir auf das Talent von Gabri [Rodrigo], ein Fahrer mit viel Erfahrung, von dem ich glaube, dass er schon in seinem ersten Jahr mit dem Team um die Weltmeisterschaft kämpfen kann. Für Rossi ist es ein Lehrnjahr: Er muss noch die meisten Strecken des Kalenders kennenlernen, es wird wichtig, vor den Rennen die Hausaufgaben zu erledigen, indem wir jeden Circuit Kurve für Kurve analysieren. Er ist sehr motiviert und wir wissen, dass er in seinem ersten Jahr gut abschneiden kann.

Zu Sam Lowes muss man nichts sagen, er war schon in der Vergangenheit gut mit Gresini, das ist also eine willkommene Rückkehr – und die Messlatte liegt sehr hoch.

In diesem Jahr geht es auch um den MotoE-Weltcup – mit Savadori und Ferrari haben wir zwei Stützen, zwei sehr schnelle Fahrer, die bereit sind, alle zu überraschen.

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