Marcel Schrötter (Kalex/6.): «Das ist kein Desaster»

Von Waldemar Da Rin
Marcel Schrötter kämpfte anfangs mit Luca Marini um Platz 3

Marcel Schrötter kämpfte anfangs mit Luca Marini um Platz 3

Lange sah es im Moto2-Rennen von Brünn gut für Marcel Schrötter aus. Am Ende musste sich der Intact-GP-Kalex-Pilot aber mit Rang 6 zufrieden geben: «Wir waren einfach über die Distanz nicht gut genug.»

«Wir waren einfach über die Distanz nicht gut genug», kommentierte Marcel Schrötter seinen sechsten Platz in Brünn. Der Kalex-Pilot hatte in Runde drei den dritten Platz übernommen und lag auch zur Halbzeit noch auf Tuchfühlung zum Podium.

«Ich habe am Anfang alles versucht, die ersten Zwei waren leider sofort weg, die haben aus ihrer Sicht alles richtig gemacht. Ich habe mich eigentlich schon okay gefühlt, aber ich habe dann gemerkt, dass es bei mir ungefähr in den letzten zwölf Runden abgebaut hat, in den letzten sechs Runden dann nochmal extrem... Ich konnte die Pace nicht mehr halten», bedauerte Schrötter.

«Wir haben Arbeit. Ich hatte schon das ganze Wochenende über das Gefühl, dass uns ein bisschen etwas fehlt, ich habe mich immer wohl gefühlt mit dem Motorrad, aber etwas hat gefehlt, eine Grip-Balance. Das hat sich über die Distanz ziemlich ausgewirkt, zum Schluss tat ich mir einfach schwer, auf dem Motorrad sitzen zu bleiben», gab der Intact-GP-Fahrer zu.

«Der Reifen hat extrem nachgelassen. Wenn ich sehe, dass ein Bastianini 2:02 min in den letzten Runden fährt und ich irgendwo in die 2:03 min komme – ich bin nicht 1,3 sec langsamer als er. Das heißt, wir müssen schauen etwas zu finden, damit wir da wieder etwas stabiler werden», meinte der 26-jährige Deutsche. «Ich habe alles versucht. Ein sechster Platz ist kein Desaster, das ist okay – auch für die Meisterschaft.»

In der Moto2-WM liegt Schrötter nach dem zehnten von 19 Grand Prix auf Rang 5 und damit nur drei Punkte hinter dem Dritten Augusto Fernandez. Der Rückstand auf WM-Leader Alex Márquez beträgt allerdings schon 54 Zähler.

«Wir müssen einfach weiter machen, wir sind nicht so weit weg. Das war wieder kein schlechtes Rennen, aber das Rennen geht über 19 Runden. Wir müssen einfach schauen, dass wir mit den Reifen ein bisschen besser hinkommen, dann greifen wir in Spielberg wieder an», blickte der Deutsche schon auf den Österreich-GP am kommenden Wochenende voraus. «Ich glaube, wir haben das ganze Wochenende über eine gute Arbeit gemacht. Wir sind relativ gut von der Sommerpause zurückgekommen, das Motorrad hat gut funktioniert. Wie gesagt, es sind Kleinigkeiten, die sich dann einfach über das Rennen auswirken. Wir müssen einfach weiter arbeiten, das werden wir wieder hinbekommen.»

Moto2-Ergebnis, Brünn: 1. Alex Márquez. 2. Di Giannantonio. 3. Bastianini. 4. Navarro. 5. Marini. 6. Schrötter. 7. Bulega. 8. Fernandez. 9. Nagashima. 10. Lecuona. 11. Baldassarri. 12. Bezzecchi. 13. Martin. 14. Locatelli. 15. Chantra. Ferner: 19. Folger. 21. Aegerter.

Moto2-WM-Stand nach 10 von 19 Rennen: 1. Alex Márquez 161. 2. Lüthi 128. 3. Fernandez 110. 4. Navarro 110. 5. Schrötter 107. 6. Baldassarri 102. 7. Marini 101. 8. Binder 84. 9. Bastianini 74. 10. Di Giannantonio 57. Ferner: 20. Aegerter 12. 28. Tulovic 3. 30. Raffin 3.

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