Pedro Acosta (Kalex/1.): «Sieg zählte für uns nicht»

Von Sarah Göpfert
89 Tage nach seinem Unfall meldete sich Pedro Acosta eindrucksvoll zurück. Im dritten Rennen seines Comebacks holte er sich seinen zweiten Moto2-Sieg. Dabei ging der Red Bull KTM Ajo-Pilot ohne Erwartungen ins Rennen.

Nur wenige Tage nach seinem zweiten Platz beim Deutschland-GP hatte sich Moto2-Neuling Pedro Acosta bei einem Trainingsunfall den Oberschenkel gebrochen. Daraufhin pausierte das 18-jährige Supertalent für zwei Grand-Prixs und meldete sich in Spielberg mit einem starken vierten Platz zurück.

Nur zwei Rennen später überraschte der Fahrer des Red Bull KTM Ajo Teams, indem er sich bei seinem erst 13. Moto2-Rennen seinen zweiten Sieg in der mittleren Kategorie sicherte.

Von Startplatz 6 arbeitete sich der Spanier kontinuierlich nach vorne. In Runde 6 drehte er auf dem 5,345 km langen Kurs mit 1:52,484 min die schnellste Rennrunde und vier Runden später übernahm er von Teamkollege und WM-Leader Augusto Fernández die Führung. Von da an kontrollierte Acosta das Rennen und stand nur 89 Tage nach seinem Unfall wieder ganz oben auf dem Treppchen.

«Das Team hat mir die nötige Ruhe gegeben und mir dadurch den Druck genommen», dankte Acosta im Anschluss seiner Mannschaft. «Der Sieg zählte für uns nicht. Wenn wir ihn nicht eingefahren hätten, wäre das kein Problem für uns gewesen. Das war der Schlüssel zum Erfolg.»

In der WM-Tabelle spülte es den Moto3-Weltmeister von 2021 dank der 25 Punkte für den Sieg auf Gesamtplatz 6. Auf WM-Spitzenreiter Fernández fehlen ihm allerding schon 91 Zähler.

Fernández fuhr von der Pole-Position ein intelligentes Rennen, in dem er lange Zeit auf Position 2 unterwegs war. Am Ende musste er sich noch Aron Canet (Flexbox HP40) geschlagen geben, die beiden Spanier trennte im Ziel knapp eine Sekunde.

Für den 24-jährigen Kalex-Piloten hatte der dritte Platz einen bitteren Beigeschmack: «Ich freue mich über das Podium, da ich meinen Vorsprung in der Gesamtwertung ausgebaut habe. Ich wollte um den Sieg kämpfen und habe von Anfang an alles dafür gegeben. Aber zu Rennende habe ich mich nicht mehr so wohl gefühlt, der Vorderreifen hat mich davon abgehalten, noch mehr zu pushen. Es war nicht der Tag, um unnötige Risiken einzugehen.»

Ergebnis, Aragón (18. September):

1. Acosta, Kalex 21 Rdn.
2. Canet, Kalex, + 2,612 sec
3. Fernandez, Kalex, + 3,799
4. Ogura, Kalex, + 7,736
5. Arbolino, Kalex, + 7,803
6. Aldeguer, Boscoscuro, + 8,620
7. Chantra, Kalex, + 14,893
8. Navarro, Kalex, + 20,014
9. Roberts, Kalex, + 26,758
10. Vietti, Kalex, + 31,360
11. Beaubiert, Kalex, + 31,501
12. Dalla Porta, Kalex, + 31,876
13. Baltus, Kalex, + 31,952
14. Zaccone, Kalex, + 32,178
15. Bendsneyder, Kalex, + 32,859

Fahrer-WM Stand nach 15 von 20 Grand Prix:
1. Augusto Fernandez 214 Punkte. 2. Ogura 207. 3. Canet 177. 4. Vietti 162. 5. Arbolino 128. 6. Acosta 123. 7. Roberts 122. 8. Chantra 109. 9. Dixon 108. 10. Schrötter 101. 11. Lopez 89. 12. Navarro 83. 13. Bendsneyder 67. 14. Arenas 65. 15. Lowes 51. 16. Beaubier 50. 17. Aldeguer 48. 18. Alcoba 47. 19. Gonzalez 44. 20. Baltus 26. 21. Salac 21. 22. Dalla Porta 14. 23. Manzi 9. 24. Zaccone 7. 25. Fenati 7. 26. Rodrigo 6. 27. Ramirez 5. 28. Kubo 4. 29. Kelly 3. 30. Pasini 1.

Konstrukteurs-WM:

1. Kalex 370 Punkte. 2. Boscoscuro 121. 3. MV Agusta 5.

Team-WM:
1. Red Bull KTM Ajo 337 Punkte. 2. Idemitsu Honda Team Asia 316. 3. Flexbox HP40 260. 4. Elf Marc VDS Racing 179. 5. GASGAS Team Aspar 173. 6. Mooney VR46 Racing 162. 7. Liqui Moly Intact GP Team 148. 8. EGO+ Speed up 144. 9. Italtrans Racing 136. 10. Pertamina Mandalika SAG 73. 11. Yamaha VR46 Master Camp 57. 12. American Racing 53. 13. Gresini Racing 30. 14. RW Racing GP 26. 15. MV Agusta Forward 5.

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