Kampf vor Gericht: Preicanos-Moto2-Team vor dem Aus?
Hinter dem Abgang von Jaume Masia aus der Moto2-WM steckt eine weitere Geschichte. Der Streit um die Führung des Teams ist so eskaliert, dass der Start 2025 unklar ist. Um seinen Job zu retten, ergriff Masia die Flucht.
Wie auf SPEEDWEEK.com gemeldet,
Passiert ist es trotzdem – aufgrund der völlig desolaten Teamkonstellation. Denn mit der Ausgangslage, die Moto3-Champ Masia bei seinem Aufstieg vor einem Jahr vorfand, hat die aktuelle Situation nichts mehr zu tun. Verpflichtet wurde der Spanier von seinem Landsmann, dem Teambesitzer Eduardo Perales. Los ging es in der von Perales seit Jahren geführten SAG-Struktur. Hauptsponsor des Projekts war Pertamina, jener Mineralöl-Konzern aus Indonesien, der ab 2024 als größer Geldgeber bei VR46 Racing in Erscheinung trat.
Mitten in der Saison 2024 kam es dann zum alles entscheidenden Bruch. Perales hatte sich aufgrund vielschichtiger, aber auch finanzieller Probleme, aus dem Team zurückgezogen und die Leitung an den Quereinsteiger Raul Castaneda übergeben. Der solvente Jurist übernahm ab Assen das Regiment, tapezierte das Team in "Preicanos" und sorgte nur Wochen später mit dem Fall
Bei allem Enthusiasmus für das neue Betätigungsfeld der Motorrad-Weltmeisterschaft hatte Castaneda dabei den entscheidenden Punkt übersehen: Rechtlich ist es nicht möglich, ein Moto2- Team (und Moto3) zu verkaufen. Die Startplätze bleiben stets im Besitz der Teamvereinigung IRTA, die über eine weitere Nutzung auf jährlicher Basis entscheidet.
Da Perales weder in Lage war, sich aus eigenen Kräften zurück ins Spiel zu bringen und Castaneda zugleich die wirtschaftliche Kontrolle über die SAG-Mannschaft nicht übernehmen konnte, endete der
Dass es sich bei der Auseinandersetzung um viel mehr als eine Meinungsverschiedenheit handelt, das hat auch Jauma Masia realisiert. Als dem Preicanos-Piloten das Ausmaß klar, musste er die beste verfügbare Fluchtmöglichkeit ergreifen. Und da die Türen in der Moto2 längst zugefallen waren, hieß es Plan B zu verfolgen. Für die Supersport-WM dürfte der Fahrer aus Valencia ein Geschenk sein, für das GP-Fahrerlager ein entsprechender Verlust.
MotoGP-Vermarkter Dorna nimmt in der Causa eine neutrale Position ein. So hatte der für die sportliche Ausrichtung der WM verantwortliche
Sollte das Gerichtsverfahren Perales gegen Castaneda zu einem Ausstieg des Teams aus der Moto2-WM führen, so hätte sich ein mittelfristiges Problem von selbst gelöst.
In die Röhre schauen würden in diesem Fall vor allem die Teammitglieder der im Unklaren gelassenen Mannschaft aus Spanien. Auch der zweite Pilot, Daniel Munoz, wäre 2025 raus aus der Moto2-Weltmeisterschaft. Um einer möglichen Arbeitslosigkeit zu entgehen, zog Jaume Masia den Stecker – und das Supersport-Ticket.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach