Alex De Angelis: Liess ihm Cortese genug Platz?

Von Günther Wiesinger
Moto2

Der Sturz von Alex De Angelis in der letzten Runde des Moto-2-Rennens von Aragón rief Race Director Mike Webb auf den Plan.

Während sein NGM Mobile Forward-Teamkollege Mattia Pasini (Starplatz 12) den angepeilten Top-Ten-Rang schaffte und als Neunter über den Zielstrich flitzte, nahm der Moto2-WM-Lauf von Aragón für Alex De Angelis eine dramatisches Ende.

Der 31-jährige San Marinesersei in der letzten Runde zu schnell in die Schikane eingebogen, er sei rausgetragen, berichtete später der nachfolgende Cortese. «Ich bin in die Lücke gefahren und habe hinter mir einen Schlag gehört», schilderte der Kalex-Pilot. De Angelis stürzte bei diesem Tumult schwer und wurde vom nachfolgenden Domi Aegerter spektakulär überfahren.

Der Schweizer brachte allerdings seine Suter MMX2 wieder unter Kontrolle und sein Motorrad auf Platz 13 ins Ziel; seine 29. punktebringende Zielankunft hintereinander seit Doha 2012.

Augenzeugen berichteten, De Angelis sei zuerst regungslos liegen geblieben, erst dann habe er per Handzeichen um Hilfe gerufen.

De Angelis wurde sofort in die Clinica Mobile gebracht und untersucht. Er hatte ausser Prellungen keine Verletzungen davon getragen und kurvte nach 17 Uhr schon wieder qietschvergnügt mit dem Roller durchs Fahrerlager.

Race-Director Mike Webb untersuchte diesen Vorfall zwischen De Angelis und Cortese und kam zur Überzeugung, der deutsche Weltmeister habe dem Speed-up-Piloten beim Überholmanöver nicht genug Platz gelassen. «Ich war ja selber schon am Grünstreifen», entgegnete Cortese.

Cortese bekam keine Strafpunkte. «Aber solche Manöver nehmen in der Moto3 und Moto2 in letzter Zeit überhand», ärgerte sich Webb. «Das wird gefährlich. Wir müssen etwas dagegen unternehmen.»

Dominique Aegerter bestätigte die Sichtweise der Renndirektion. «Ich lag in der letzten Runde auf Rang 11, als unmittelbar vor mir Cortese De Angelis attackiert und berührt hat, worauf dieser direkt vor meinem Vorderrad gestürzt ist. Mein Vorderrad hat die Maschine von De Angelis berührt, aber wie durch ein Wunder konnte ich im Sattel bleiben.»

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