Johann Zarco (Caterham): Lob für WP Suspension

Von Jordi Gutiérrez
Moto2
Das neue Caterham-Team setzt als einzige Moto2-Mannschaft auf Dämpfungselemente von WP Suspension statt auf Öhlins. Johann Zarco über die ersten Tests.

Als der Einstieg des Caterham-Teams in die Moto2-WM feststand, erwies sich die darauf folgende Fahrersuche als Knacknuss. Spitzenpiloten waren kaum erhältlich, mit Dominique Aegerter sagte schliesslich auch der WM-Fünfte ab. Danach musste Johann Zarco aus seinem bestehenden Vertrag bei Iodaracing herausgekauft werden, denn ohne den Franzosen hätte Caterham ohne einen konkurrenzfähigen Fahrer mit Suter-Erfahrung antreten müssen.

Zarco und sein neuer Teamkollege Josh Herrin haben ihren Dienst bei Caterham mit zwei Tests in Jerez und Almeria begonnen. «Es war ein guter Test, obwohl ich eine Grippe hatte. Ich konnte das neue Chassis ausprobieren, es gibt einige Unterschiede. Ich habe mich noch wohler gefühlt mit diesem Bike», stellte Zarco in Almeria fest. «Auch die Rundenzeiten waren besser, ich konnte dem Team gute Informationen liefern. Für mich war es gut, das Jahr auf diese Weise mit guten Zeiten abschliessen zu können. Ich habe mich sehr gut gefühlt auf dem Motorrad, das ist ein gutes Zeichen für die nächste Saison.»

Der Franzose kennt zwar die Klasse und das Material von Suter, aber er muss sich bei der Dämpfung von Öhlins auf WP Suspension umstellen. «Ich habe rasch Unterschiede zwischen WP und Öhlins festgestellt. Ich habe mit dem Bike mit WP mehr Spass gehabt. Ich denke, diese Dämpfungselemente sind auch sehr gut. Ich kann nicht sagen, was technisch anders ist, ich will das auch gar nicht wissen. Aber ich habe festgestellt, dass in den Kurven mehr unterschiedliche Linien möglich sind, ich habe mich mit WP auch sicherer gefühlt», versicherte der Caterham-Pilot.

Der 125-ccm-Vizeweltmeister von 2011 wird nächste Saison sein drittes Moto2-Jahr im dritten Team nach JIR und Ioda bestreiten. Fliesst bereits grünes Blut in den Adern? Zarco: «Ich fühle mich im Team schon daheim, weil einige im Team französisch sprechen, sie sind Franzosen oder Belgier. Das Team muss sich noch an die Suter gewöhnen und dieses Motorrad besser kennen lernen. Aber meine Mechaniker sind gut, ich bin zufrieden, es herrscht eine ruhige Atmosphäre. Johan (Anm.: Teammanager Johan Stigefelt) mag meine Arbeitsmethoden, auch meine Zusammenarbeit mit Laurent (Trainer und Manager Laurent Fellon), wie ich mich auf einen Tag vorbereite und wie ich einen Tagesablauf durchziehe. Ich bin glücklich und hoffe, dass es das ganze Jahr 2014 so bleibt.»

Der WM-Neunte erklärt seine Ziele für 2014 so: «Ich hoffe, dass ich vorne mitkämpfen kann. Aber ich will mich nicht auf eine genaue Position festlegen, denn das habe ich letztes Jahr gemacht, aber es ist schief gelaufen. Ich will nächstes Jahr geniessen und gute Arbeit auf dem Motorrad abliefern. Wenn ich es geniessen kann, werde ich auch gut fahren. Das ist das erste Ziel.»

Das Schwesterteam von Caterham Moto Racing in der Formel 1 gehört zu den Hinterbänklern, aber das vorhandene Know-how soll trotzdem genutzt werden, vor allem im Bereich der in der F1 extrem wichtigen Aerodynamik. Zarco: «Es gibt den Plan, dass wir Aerodynamik-Tests machen werden. Ich denke aber, dass dieser Bereich kein Schwachpunkt der Suter ist. Aber wenn man etwas verbessern kann, ist das natürlich immer gut. Ich bin zuversichtlich, dass uns die Nähe zur Formel 1 bei solchen Dingen helfen kann. Ich bin sicher, dass in diesem Team die Entwicklung nie aufhört.»

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