Wintertests in Europa: Fahrer fordern Änderungen!

Von Sharleena Wirsing
Moto2

Das kühle und nasse Wetter in Europa machte den Fahrern der Moto3- und Moto2-Klasse bei allen Vorsaisontests zu schaffen. Wären Tests in Katar oder Sepang sinnvoller?

Der erste IRTA-Test in Valencia und auch die meisten privaten Testfahrten fielen für die Fahrer und Teams der Klassen Moto3 und Moto2 meist sprichwörtlich ins Wasser. Auch der letzte Jerez-Test stand von Anfang unter einem schlechten Stern. Der Wetterbericht sagte Wind und Regen voraus.

SPEEDWEEK.com sprach mit Marcel Schrötter über die schlechten Testbedingungen. Wären Testfahrten in Katar oder Übersee nicht sinnvoller? «Das Thema hat uns in der letzten Zeit öfter beschäftigt. Ich denke mittlerweile, dass es sehr wohl Sinn macht, denn es ist ein Glücksspiel, ob man bei den IRTA-Tests gutes Wetter hat. Es ist sinnvoller, das Material einmal irgendwo hinzuschicken und dafür vielleicht weniger Tage zu testen. Wenn dort gleich im Anschluss das erste Rennen stattfindet, sind die Kosten auch nicht so hoch. Dann hätten wir vielleicht nur fünf oder sechs Testtage, aber dafür mit gutem Wetter. Natürlich können die Bikes dann nicht zurück, um sie zu modifizieren, aber man kann Dinge wie einen Rahmen auch nachschicken. Es wäre sinnvoller als diese drei Tests, bei denen manche Teams auch durch ganz Europa fahren müssen.»

Jonas Folger stimmt seinem Moto2-Kollegen zu, doch er glaubt nicht, dass die Meinung der Fahrer großen Einfluss hat. «Natürlich wäre das nicht schlecht, denn mit dem Wetter ist es in jedem Jahr dasselbe Spielchen. Vielleicht wäre es nicht schlecht, wenn wir auch in Katar testen würden. Das wäre die beste Lösung, aber wir als Fahrer können da wahrscheinlich nicht viel ausrichten. Man kann nur hoffen, dass es geändert wird. Doch im Endeffekt ist es für alle gleich.»

Würdest du gerne in Katar statt Europa testen? «Ja, sofort. Auch zwei Wochen Malaysia und dann Katar wäre gut. Das hatten wir bereits so, als wir die Katar-Rennen noch am Tag fuhren. Das war perfekt. Wir haben in diesem Jahr so viel Geld für die Privat- und IRTA-Tests verbraten und konnten sie nicht richtig nutzen. Das ist unglaublich. Da muss unbedingt etwas passieren», fordert Derendinger-Interwetten-Pilot Tom Lüthi.

Auch Randy Krummenacher stellte fest: «Ohne meine Tests mit meiner 600-ccm-Maschine wäre ich aufgeschmissen, denn das Wetter war bei den IRTA-Tests meist schlecht. Ich brauche einfach noch mehr Kilometer mit der Kalex.»

Kiefer-Pilot Danny Kent nimmt die Tests, wie sie kommen. «Für mich spielt es keine Rolle, wo ich fahre, solange ich ein bisschen Zeit auf dem Bike habe. Wir konnten immer ein bisschen arbeiten und hatten ein paar trockene Tage.»

Es wäre für viele Teams sicher sinnvoller nach Katar, Sepang oder Texas zu fliegen und dort zu testen, statt die Fahrer bei Wind und Regen in Europa auf die Strecke zu schicken und Verletzungen sowie erhebliche Sturzschäden zu riskieren.

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