Marcel Schrötter (23.): «Extrem schwer mit Kayaba»

Von Sharleena Wirsing
Moto2
Marcel Schrötter auf der Mistral 610 des Tech3-Teams in Assen

Marcel Schrötter auf der Mistral 610 des Tech3-Teams in Assen

Der erste Trainingstag in Assen war für Marcel Schrötter und Tech3 die Feuertaufe mit der Suspension von Kayaba bei einem Rennwochenende. Das Team war alles andere als zufrieden.

Platz 23 mit 1,5 sec Rückstand auf die Bestzeit von Johann Zarco. So sah die Bilanz für Marcel Schrötter und das Tech3-Team am Donnerstagabend in Assen aus.

Marcel Schrötter, der WM-Zehnte von 2014, setzt in Assen erstmals die Suspension von Kayaba ein. Bisher war der Bayer mit Öhlins-Dämpfung unterwegs. Am Dienstag nach dem Barcelona-GP testete der Tech3-Pilot erstmals Komponenten von Kayaba. Mit der Abstimmung der Suspension am Hinterrad war das Team zufrieden, doch die Front machte noch Probleme. Trotzdem fiel jetzt die Entscheidung, Kayaba beim Assen-GP einzusetzen. Yamaha ist Großaktionär von Kayaba, was die Verbindung zum Tech3-Team erklärt.

Zufriedene Gesichter fand SPEEDWEEK.com in der Tech3-Box nach dem zweiten Training nicht vor. Worin liegen die Pros und Contras der Kayaba-Suspension? «Momentan gibt es eindeutig mehr Contra als Pro. Es war klar, dass es nicht leicht wird, denn in Barcelona waren wir nicht auf demselben Level wie mit Öhlins.»

Das Tech3-Team verspricht sich durch die ungeteilte Aufmerksamkeit von Kayaba einen Vorteil, denn bei Öhlins sind sie nur einer von vielen Kunden. «Wir sehen einfach mehr Potenzial für uns als mit Öhlins. Das ist der Grund. Bei Öhlins bekommen wir keinerlei Support, denn dafür muss man zahlen. Wir fahren einfach nur mit den Komponenten. Mit Kayaba könnten wir so vielleicht einen Vorteil haben, aber momentan ist es schwierig. Während einem Rennwochenende ist es nicht einfach, denn man hat nur sehr begrenzt Zeit. Wir sind noch weit weg und tun uns extrem schwer, alles zum Funktionieren zu bringen. Bei jedem Run wird es besser, aber wir sind trotzdem viel zu weit hinten», weiß Schrötter.

Schrötter hat nun stets einen Kayaba-Techniker in seiner Box. «Es ist natürlich sehr enttäuschend. Man hofft doch, dass es schneller voran geht. Wir haben nicht viel zu verlieren, aber persönlich tut es extrem weh und ist sehr enttäuschend, wenn man nicht einmal unter die Top-20 kommt. Ich versuche weiterhin mein Bestes, um Kayaba die Zeit zu geben, ihre Chance zu nutzen. Dann werden wir sehen. Momentan tun wir uns extrem schwer, aber wir müssen weitermachen. Nach Assen wissen wir, was wir für den Sachsenring machen», erklärte der 22-Jährige.

2011 und 2012 war Randy Krummenacher bereits mit diesen Elementen für das GP Team Switzerland in der Moto2-Klasse unterwegs. Bisher war er der letzte Kunde. Ende 2014 testete auch auch Stefan Bradl in seiner MotoGP-Maschine Kayaba-Elemente, doch er war äußerst unzufrieden: «Eine Katastrophe», sagte er damals. Doch Kayaba feierte auch Erfolge: Im Jahr 2000 wurden sie mit Olivier Jacque 250-ccm-Weltmeister.

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