Luca Amato: Neues Team, neue Strecke, neues Bike

Von Matthias Dubach
Moto3
Der zweite kurzfristige Markenwechsel in diesem Jahr: Nun fährt Luca Amato in der WM eine Suter-Honda

Der zweite kurzfristige Markenwechsel in diesem Jahr: Nun fährt Luca Amato in der WM eine Suter-Honda

Mehr als den letzten Platz gab es für den Neuzugang bei Ambrogio Racing am ersten Tag in Brünn nicht zu holen. Die Handicaps summierten sich.

«Wir sehen dieses Wochenende ganz locker, denn es ist alles total neu für mich», sagte Luca Amato zu SPEEDWEEK.com, als er sich nach dem zweiten freien Training im Boxenzelt von Ambrogio Racing über eine Skizze des Masaryk-Rings beugte. «Das Team ist neu, die Strecke ist neu, das komplette Paket ist neu. ich war noch nie in Brünn, die Strecke ist sehr schwer zu fahren. Ich habe die Linie noch nicht richtig gefunden», bekannte der 17-jährige Bergisch Gladbacher.

Amato wurde von der italienischen Mannschaft als Ersatz für den entlassenen Danny Webb für den Rest der Saison verpflichtet, seine rote Lederkombi (auf dem blauen Motorrad) deutet die Kurzfristigkeit des Transfers an. Nach dem ersten Tag beim Brünn-GP musste er sich noch mit dem letzten Rang zufriedengeben. «Wir müssen an der Linie und an der Körperhaltung auf dem Motorrad arbeiten. Wir werden natürlich im Training und im Qualifying nochmals alles geben.»

Nachdem der IDM-125-Vizemeister von 2010 das Jahr 2013 in der Spanischen Meisterschaft auf einer FTR-Honda begann, dann auf Mahindra wechselte und damit den Lauf in Albacete sowie mit einer Wildcard den Sachsenring-GP bestritt, ist Amato nun auf einer Suter-Honda gelandet. Im Vergleich zur starken Mahindra kommt das Honda-befeuerte Motorrad schlecht weg. «Die Motorleistung ist ein sehr, sehr, sehr grosser Unterschied. Die Mahindra hat sehr viel mehr Kraft als die Honda, da fehlt ein grosser Schritt bei der Leistung. Vom Fahrwerk gibt es auch einen kleinen Unterschied, aber der grösste Unterschied ist der Motor», erkannte Amato, der morgen Samstag 17 Jahre alt wird.

Quasi als vorgezogenes Geburtstagsgeschenk besorgte ihm Manager Harald Eckl den Fixplatz in der WM – der zweite, nachdem Amato 2012 bei Mapfre Aspar in der zweiten Saisonhälfte Héctor Faubel ersetzt hatte. «Es war eine riesige Freude, wieder in der WM zu sein. Das ist ja mein Traum. Wir müssen jetzt einfach alles versuchen und alles geben, damit wir nächstes Jahr nochmals einen Platz finden. Dieses Jahr möchte ich auf jeden Fall die ersten WM-Punkte holen», schilderte der Ambrogio-Neuzugang, der die Spanische Meisterschaft vorzeitig abbricht. «Wir haben in Spanien gar kein Team. Das Mahindra-Team wurde nur provisorisch für ein Rennen zusammengestellt.»

Das Brünn-Wochenende muss nun als Testfahrt unter GP-Bedingungen herhalten. Amato: «Für dieses Wochenende habe ich mir deshalb noch gar kein Ziel gesetzt. Ich möchte das Team und das Motorrad kennenlernen. Ich möchte einfach wieder richtig reinkommen.»

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