Fabio Quartararo (14): Der nächste Marc Márquez?

Von Matthias Dubach
Moto3

Der jüngste Spanische Meister aller Zeiten verblüffte beim Almeria-Test einmal mehr. Nun geht er bei Emilio Alzamora in die Schule. Der Marc-Márquez-Förderer warf für ihn Vizemeister Marcos Ramirez aus dem Team!

Der ehemalige 125-ccm-Weltmeister Emilio Alzamora hat mit seiner Organisation Monlau Competicion eine Nachwuchsförderung geschaffen, die ihresgleichen sucht. Er hat Marc Márquez entdeckt, gefördert und steht ihm heute als persönlicher Manager zur Seite. Längst arbeitet Alzamora am Nachschub: Sein Junior-Team in der Spanischen Moto3-Meisterschaft gilt als das Sprungbrett in die WM schlechthin. Die beiden aktuellen WM-Piloten im Alzamora-Team Estrella Galicia 0,0, Alex Rins und Alex Márquez, wurden beide Landesmeister und stiegen danach auf.

2013 musste das Junior-Team allerdings eine böse Niederlage einstecken. Obwohl Marcos Ramirez und Maria Herrera vor dem Finale Titelchancen hatten, schnappte sich der Franzose Fabio Quartararo auf der unterlegenen FTR-Honda den Titel. Umgehend verpflichtete Alzamora den jüngsten Spanischen Meister aller Zeiten – und beschäftigte deshalb trotz Vizetitel Ramirez nicht mehr weiter! «Bei uns haben die Fahrer zwei Jahre Zeit. Danach können sie bleiben oder müssen sich woanders umsehen», sagte Alzamora, der knallharte Nachwuchsförderer. Er ist rastlos auf der Suche nach dem nächsten Ausnahmetalent von der Sorte Márquez. Nationalität und Geschlecht sind egal. Bei Monlau zählt nur Talent, Lern- und Durchsetzungswillen. Und der Erfolg.

Obwohl der 14-jährige Quartararo jüngst beim Almeria-Test erneut unter Beweis stellte, dass er schon WM-würdiges Tempo fahren kann – er fuhr bei seiner Bestzeit schneller als die GP-Fahrer Alex Rins und Alex Márquez – muss er wegen der Alterslimite noch mindestens eine Saison in Spanien fahren. Er wird mit einer Werks-Honda zur Titelverteidigung antreten.

Alzamora: «Fabio fährt ein weiteres Jahr in der Spanischen Meisterschaft, danach schauen wir weiter. Er muss sich entwickeln und noch viele Dinge lernen. Das betrifft nicht nur das schnelle Fahren auf der Strecke. Er muss lernen, mit den Technikern gut zusammenzuarbeiten, er muss das Leben als Profi kennenlernen. Er ist noch unerfahren. Das ist manchmal wichtiger, als einmal eine schnelle Runde zu fahren. Er ist nun in unserer Schule, wir wollen ihm helfen, dass er sich in diesen Bereichen verbessert.»

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