Exklusiv: Wechselt das Gresini-Team 2016 zu Peugeot?

Von Günther Wiesinger
Mahindra Racing sucht in der Moto3-WM für 2016 ein Spitzenteam für die Zweitmarke Peugeot. Valentino Rossi hat abgesagt, Fausto Gresini ist nicht abgeneigt.

Nach dem Erwerb von 51 Prozent an der Firma Peugeot Motorcycles (PMTC), will die indische Mahindra Group (190.000 Beschäftigte) jetzt die Peugeot-Roller auf dem indischen Markt einführen – in unterschiedlichen Hubraum- und Preisklassen.

Die Rede ist vorläufig von den drei Modellen Django 125, Satelis 125 and Speedfight 3, die in Europa bereits im Verkauf sind. Der Django 125 hat ein Retro-Design wie die Vespa LX 125.

Mahindra Racing setzt in diesem Jahr in der Moto3-Weltmeisterschaft fünf Teams ein. Bisher liessen die Erfolge zu wünschen übrig – es gab in neun Rennen erst einen Podestplatz (Platz 3 in Le Mans) durch Francesco Bagnaia aus dem Mapfre Aspar Team. Bagnaia ist als bester Mahindra-Pilot im Feld WM-Zehnter.

Und nach dem Vorbild von KTM, die 2014 mit Husqvarna auch ihre Zweitmarke mit identischer Technik in die Moto3-WM brachten, will Mahindra künftig auch Hersteller Peugeot in der kleinsten GP-Klasse (250-ccm-Einzylinder-Viertakter mit rund 55 PS) promoten und positionieren.

Auf der Suche nach einem Team ist Mahindra-Rennchef Mufaddal Choonia bei Valentino Rossis VR46-Team abgeblitzt, der Italiener bleibt KTM treu.

Landsmann Fausto Gresini scheint den Verlockungen von Mahindra und Peugeot wesentlich offener gegenüber zu stehen.

Er hat bei der Wahl des Fabrikats schon in den letzten Jahren eine beachtliche Flexibilität an den Tag gelegt. Gresini fuhr in der Moto3-WM 2012 und 2013 auf FTR-Honda (mit Antonelli), er wechselte 2014 verärgert zu KTM, weil er nicht mehr an eine konkurrenzfähige Werks-Honda glaubte. Beim Silverstone-GP 2014 unterschrieb er für 2015 wieder bei KTM. Zwei Wochen später erfolgte der Rückzieher – und die Rückkehr zu Honda für 2015. HRC dürfte gewaltige finanzielle Zugeständinisse gemacht haben, um Titelanwätter Enea Bastianini an Honda zu binden.

Bei der Suche nach einem Spitzenteam für 2016 ist Peugeot jetzt auf Gresini gestossen. Man sei sich bei diesem Deal schon ziemlich einig, ist in Indy zu hören.

Falls Gresini in der Moto3-WM für 2016 tatsächlich von Honda zu Peugeot wechselt, hat er endgültig alle Verbindungen zu Honda gekappt, nachdem er in der MotoGP-Klasse schon nach der Saison 2014 von Honda auf Aprilia umgestiegen hat. Dann bleiben nach 20 gemeinsamen Jahren nur noch in der Moto2 (Xavier Siméon) die Einheitsmotoren von Honda.

Ob Peugeot beim Gresini-Deal auch den aktuellen WM-Zweiten Enea Bastianini mitgeliefert kriegt, ist noch offen. Denn der schnelle (und gross gewachsene) Italiener drängt in die Moto2-WM.

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