120. Grand Prix für Lokalmatador Jakub Kornfeil

Von Jiri Miksik
Moto3
Schafft es Lokalmatador Jakub Kornfeil in Brünn aufs Podest?

Schafft es Lokalmatador Jakub Kornfeil in Brünn aufs Podest?

Beim MotoGP-Wochenende in Brünn steht Jakub Kornfeil ein ganz besonderer Einsatz bevor: Der Tscheche bestreitet nicht nur sein siebtes Heimspiel, er fährt auch sein 120. Rennen in der kleinsten WM-Klasse.

Nach dem Abgang von Alexis Masbou, der stolze 167 Grand Prix-Starts in der 125-ccm- und der Moto3-Klasse bestritten hat, ist Jakub Kornfeil mit seinen 119 Einsätzen in der kleinsten der drei WM-Klassen der Moto3-Pilot mit dem grössten Erfahrungsschatz im aktuellen Feld.

Hinter dem 23-jährigen Tschechen, der für das malaysische Team Drive M7 SIC antritt, reihen sich Leader Brad Binder (85 GP-Starts) und Romano Fenati (79 GP-Starts) ein, wobei Letzterer derzeit ihne Team und Motorrad dasteht.

Kornfeil hat seit seinem WM-Debüt 2009 in Misano nur zwei Podestplätze erobert – beide im vergangenen Jahr: In Silverstone kam er als Zweiter über die Ziellinie und beim Saisonabschluss in Valencia sicherte er sich den dritten Rang.

Doch in diesem Jahr schwankt seine Leistung: Nach dem ausgezeichneten vierten Rang vom Sachsenring folgte etwa der enttäuschende 19. Platz in Spielberg. In der WM war der Honda-Pilot aber noch nie so gut wie in diesem Jahr: Als Neunter gehört er in seiner siebten vollen Saison erstmals zu den besten Zehn.

Kornfeil ist hinter dem 24-jährigen Japaner Hiroki Ono nicht nur zweitälteste Pilot seiner Klasse sondern auch neben Meisterschafts-Leader Binder der einzige Pilot, der an allen bisherigen Moto3-Rennen teilgenommen hat: 70 Rennen wurden seit 2012 ausgetragen.

Auf dem Masaryk Ring in Brünn stand Kornfeil schon sechs Mal auf der Startaufstellung, und mit Ausnahme von 2014 gehörte er auch immer zur Top-9. 2014 kam der Tscheche zwar nur auf P14 ins Ziel, doch auf den Sieger Masbou fehlten ihm nur 1,809 Sekunden – das ist der kleinste Rückstand, den der Vierzehnte auf den Sieger in der kleinsten WM-Klasse seit 1949 hatte!

Auf dem neuen Masaryk Ring konnte nur ein Lokalmatador das Rennen der kleinsten WM-Klasse in der Top-Drei beenden: Lukas Pesek sicherte sich 2007 auf seiner Werks-Derbi den dritten Rang. Nun will Kornfeil alles daran setzen, diese Glanztat in diesem Jahr zu wiederholen und auf der Strecke, die nur 88 km weit von seinem Heimatort Rohatec bei Kyjov entfernt liegt, einen Podestplatz erobern.

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