Cal Crutchlow (Sturz): «Wie nach ein paar Bier»

Von Frank Aday
MotoGP
Cal Crutchlow: «Márquez ging sehr viel Risiko ein»

Cal Crutchlow: «Márquez ging sehr viel Risiko ein»

Australien-Sieger Cal Crutchlow warf seine Chance auf einen Podestplatz in Sepang durch einen Sturz in Runde 12 weg. Der LCR-Honda-Pilot fühlte sich nach dem heftigen Crash etwas benommen.

Cal, bist du in Ordnung? «Ja, ich habe nur ein bisschen Schmerzen und fühle mich so, als hätte ich ein paar Bier getrunken. Es war ein hässlicher Sturz. Ich habe das Hinterrad verloren, als ich nicht mehr am Gas war und in Kurve 2 einbog. Ich musste Zeit in anderen Bereichen aufholen, da wir zu wenig Beschleunigungskraft hatten. Ich denke, es war deutlich zu sehen, dass Marc und ich in dieser Hinsicht keine Chance gegen die anderen hatten. Doch wir haben unser Bestes versucht. Es tut mir für mein Team leid, dass ich gestürzt bin. Aber wir waren wieder vorne dabei.»

«Ich habe jetzt wieder viel zu tun, weil ich Ärzte wegen meiner Hand, in der ein Knochen gebrochen ist, dem Fuß und meinem Kopf aufsuchen muss», erklärte Crutchlow. «Zudem will ich Zeit mit Willow und Lucy verbringen und Rennrad fahren. Und dann stehen von ein paar Termine mit Sponsoren an. Ich werde also wieder auf Händen und Knien kriechend nach Valencia kommen.»

Crutchlow liegt in der Gesamtwertung auf dem siebten Platz hinter Sieger Andrea Dovizioso und dem verletzten Dani Pedrosa. Der Brite lobte auch Dovizioso, dessen Teamkollege er bei Tech3-Yamaha und im Ducati-Werksteam war. «Dovi ist fantastisch gefahren. Er ist der neunte Sieger in dieser Saison. Ich wusste, dass er der Fahrer ist, den es zu schlagen gilt, denn ich sah, dass er nur cruiste. Er musste in den Kurven kein Risiko eingehen. Sein Speed auf den Geraden war nahe zu lächerlich gut. Sie haben die Elektronik sehr gut im Griff und ein sehr schnelles Bike.»

«Natürlich bin ich enttäuscht, aber wir müssen nach diesem Teil der Saison zufrieden sein, denn ich hatte einen guten Lauf», weiß Crutchlow, der in der zweiten Saisonhälfte neben zwei Siegen in Brünn und Australien auch zweimal Platz 2 in Sachsen und Silverstone einfuhr. «Ich hatte mir auch hier viel erwartet, denn ich war auch im Trockenen recht schnell. Im Regen fühlte ich mich ebenfalls wohl. Doch was soll ich tun? Márquez fuhr sehr schön, aber nicht für diese Bedingungen. Er fuhr große Schräglagen und ging großes Risiko ein.»

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