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MotoGP-WM: Aprilia und Suzuki suchen Kundenteam

Von Günther Wiesinger
Jetzt entsteht bei den MotoGP-Werken ein Run auf die Kundenteams. Denn Aprilia und Suzuki wollen ausbauen, aber Ducati und Honda wollen kein Team preisgeben.

Pramac-Ducati-Teammanager Francesco Guidotti (Petrucci in Texas auf Rang 8, Redding 12.) hat gegenüber SPEEDWEEK.com bereits mehrmals durchblicken lassen, dass man jetzt in der MotoGP-WM das zehnte Jahr mit Ducati zusammenarbeite und nicht die Absicht habe, an dieser Situation etwas zu ändern.

In Texas ist aber durchgesickert, dass Aprilia Racing Kontakt zu Pramac aufgenommen hat. «Ja, Dario Raimondi von Aprilia Racing hat mich angesprochen und sich erkundigt, ob wir für die MotoGP-WM Interesse an einer Zusammenarbeit mit Aprilia hätten», erklärte Pramac-Teammanager Francesco Guidotti. «Aber wir haben uns nie in Ruhe zusammengesetzt, es gab keine konkreten Gespräche, nur einen losen Kontakt. Und natürlich höre ich mich um, was Aprilia, Suzuki und KTM hinsichtlich eines Kundenteams für 2018 planen. Das gehört zu meinen Aufgaben. Aber es hat sich bisher nichts geändert. Unsere Absicht ist es, mit Ducati weiterzuarbeiten.»

Dario Raimondi, Sportdirektor von Aprilia Racing, bestätigte das Zusammentreffen mit Guidotti. «Wir klären bei Aprilia ab, ob wir ein MotoGP-Kundenteam für 2018 finden. Es gibt einige Interessenten. Aber klar, von Honda will keiner weg. Also müssen wir bei den Ducati-Kundenteams aktiv werden.»

Und da gibt es neben Pramac nur noch das Pull & Bear-Aspar-Team mit Bautista und Abraham. Die Mannschaft von Martinez hat mit Aprilia vier 125-ccm-WM-Titel (Bautista, Talmacsi, Simón, Terol) gewonnen und dann zweimal die MotoGP-Claiming-Rule-Wertung 2012 und 2013 mit Aleix Espargaró.

Raimondi: «Ja, Aspar ist natürlich auch ein Ansprechpartner.»

Avintia ist als möglicher Aprilia-Partner aus dem Rennen: Das Team von Raúl Romero hat den Vertrag mit Ducati bereits verlängert.

Bei Honda wird LCR (Crutchlow) mit Honda und HRC weitermachen, auch Marc VDS (Miller, Rabat) will den Drei-Jahres-Vertrag, der Ende 2017 ausläuft, bei den Japanern verlängern.

Aber wenn sich Honda sträubt, könnte Marc VDS auch als Partner bei Suzuki andocken. «Ich habe Ende 2016 einmal mit Suzuki verhandelt», gibt Marc-VDS-Teamprinzipal Michael Bartholemy zu.

KTM plant bisher kein Kundenteam für 2018, die Österreicher wollen die RC16 zuerst einmal weiterentwickeln.

Tech3-Yamaha (Zarco, Folger) ist seit dem Jahr 2000 mit Yamaha verbündet und will unbedingt dort weitermachen.

LCR-Honda will 2018 einen zweiten Fahrer unter Vertrag nehmen, Teambesitzer Lucio Cecchinello hat Fahrer wie Morbidelli und Nakagami im Auge. HRC will mit Nakagami unbedingt wieder einen Japaner in der MotoGP-WM sehen.

«Den Vertrag mit Cal Crutchlow möchte ich natürlich auch verlängern. Aber wir bewegen uns in einem sehr wettbewerbsfähigen Marktumfeld», sagt Lucio Cecchinello. «Ich kann mir vorstellen, dass auch andere Teams Interesse an Cal haben werden.»

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