MotoGP: GASGAS wird wieder zu KTM

Jorge Lorenzo (Sturz): «Es war Konzentrationsfehler»

Von Günther Wiesinger
Jorge Lorenzo stürzte mit 4,5 Sekunden Vorsprung

Jorge Lorenzo stürzte mit 4,5 Sekunden Vorsprung

Ducati-Werkspilot Jorge Lorenzo erblickte in Misano im Regen eine einmalige Gelegenheit. Die WM-Anwärter mussten Rücksicht nehmen, er fuhr drauflos. Bis zu einem Konzentrationsfehler.

Jorge Lorenzo gab unmittelbar nach seinem Crash in Misano (er führte bis zur siebten Runde mit einem Vorsprung von 4,5 Sekunden auf Petrucci und Márquez) gleich in einem ersten TV-Interview zu, dass er wegen eines Konzentrationsfehlers ausgerutscht war: Er hatte das Elektronik-Mapping verstellt.

Lorenzo fuhr in der Anfangsphase unerschrocken und mutig bereits Rundenzeiten, welche die Gegner erst bei weniger Wasser in den letzten Runden zustande brachten.

Der 30-jährige Mallorquiner hatte den Vorteil, auf die WM keine Rücksicht nehmen zu müssen. Der WM-Zug ist für ihn längst abgefahren.

«Ich habe auf diese Art und Weise in der Vergangenheit einige Rennen im Regen gewonnen. In Jerez 2010 habe ich mit zehn Sekunden Vorsprung gewonnen, in Le Mans 2012 war es ähnlich. Da waren es 14 Sekunden. Aber diese Piste heute war im Nassen ziemlich rutschig. Und ich muss noch einiges lernen, wenn wir mit der Ducati im Regen fahren. Ich habe das Mapping bei der Elektronik umgestellt, das hat etwas dazu beigetragen, dass ich in manchen Kurven die Konzentration verloren habe. Besonders dann in dieser Kurve, in der ich gestürzt bin. Ich habe den Richtungswechsel ein bisschen schneller ausgeführt als vorher, das hat gereicht, um die Haftung zu verlieren. Die Verhältnisse waren sehr kritisch, dadurch hat schon eine kleine Änderung zum Sturz geführt. Dann war es vorbei. Schade, denn heute hatte ich die erste Riesenchance, mit der Ducati zu gewinnen. Ohne Sturz wäre ich auf jeden Fall aufs Podest gekommen.»

«Das System bei der Ducati ist etwas komplexer als bei der Yamaha», schilderte Jorge. «Ich habe mich an dieses System noch nicht komplett angepasst. Ich muss zu viel über die unterschiedlichen Einstellungen nachdenken, das passiert noch nicht so natürlich und automatisch wie bei meinem früheren Motorrad. So geht es zu Lasten der Konzentration, und plötzlich hast du einen Rutscher. Vielleicht habe ich in dieser Situation auch die Hinterradbremse nicht ausrechend betätigt. Ich habe das Hinterrad völlig aus der Kontrolle verloren. Dieser Sturz kam völlig unerwartet. Das Hinterrad ist sehr aggressiv ausgebrochen, ich hatte keine Chance, diesen Rutscher abzufangen.»

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Dr. Helmut Marko: Kanada-Sieg nur dank Max Verstappen

Von Dr. Helmut Marko
​Dr. Helmut Marko analysiert exklusiv für SPEEDWEEK.com den Kanada-GP. Er äussert sich zu den überragenden Qualitäten von Max Verstappen, zur harten Strafe für Pérez und zu den Red Bull-Junioren.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Fr. 14.06., 23:40, Motorvision TV
    Hi-Tec Drift Allstars Series Australia
  • Fr. 14.06., 23:45, Hamburg 1
    car port
  • Sa. 15.06., 00:15, Motorvision TV
    Tour European Rally Historic
  • Sa. 15.06., 00:45, Motorvision TV
    Rallye: World Rally-Raid Championship
  • Sa. 15.06., 00:45, Hamburg 1
    car port
  • Sa. 15.06., 02:40, Motorvision TV
    Classic
  • Sa. 15.06., 03:00, SPORT1+
    Motorsport: Michelin Le Mans Cup
  • Sa. 15.06., 03:00, Eurosport
    Motorsport: 24-Stunden-Rennen von Le Mans
  • Sa. 15.06., 03:30, DF1
    The Speedgang
  • Sa. 15.06., 04:15, Hamburg 1
    car port
» zum TV-Programm
5