Mika Kallio (KTM): «Müssen Kompromisse finden»

Von Jordi Gutiérrez
MotoGP
KTM-Testfahrer Mika Kallio

KTM-Testfahrer Mika Kallio

Im Vergleich zum Sepang-Test 2017 steigerte sich Red Bull-KTM-Pilot Pol Espargaró um eine Sekunde, obwohl er den letzten Testtag verpasste. Testfahrer Mika Kallio betont jedoch: «Fast 1,5 sec Rückstand sind zu viel.»

Die Fortschritte von KTM wurden beim Sepang-Test 2018 deutlich. Pol Espargaró schaffte es, den Sepang International Circuit mehr als eine Sekunde schneller als im Vorjahr zu umrunden. Und das, obwohl er nach einem Sturz am zweiten Tag nicht mehr testen konnte. Auch sein Red Bull-KTM-Teamkollege Bradley Smith war deutlich schneller als noch vor zwölf Monaten. Die schnellste Runde des Briten übertraf jene vom Sepang-Test 2017 um acht Zehntel.

Trotzdem ist Testfahrer Mika Kallio, der am dritten Testtag auch Espargarós Maschine fuhr, bewusst: «Fast 1,5 sec Rückstand [von Pol Espargaró] auf die Spitze sind noch zu viel. Das neue Bike ist vielleicht noch nicht auf dem Level der 2017-Maschine. Daran müssen wir bei den nächsten Tests arbeiten. Uns ist klar, was wir verbessern müssen.»

«Unsere Fahrer suchen nach besserem Turning. Das war das größte Problem im letzten Jahr», hält Kallio fest. «Das ist die Richtung, in die wir arbeiten. Es scheint, als hätten wir in dieser Hinsicht mit dem neuen Chassis etwas gefunden. Das Fahren ist damit auch körperlich nicht mehr so anstrengend. Die Richtung ist gut, aber uns fehlt noch etwas. Es ist normal, dass Fortschritte in einem Bereich einen Nachteil in einem anderen verursachen können. Wir müssen nun einen Kompromiss finden. Für mich sind die Unterschiede zu den anderen Herstellern klar, aber ich will nicht zu sehr ins Detail gehen.»

Kallio stürzte in Sepang zwei Mal. «Es war ein bisschen seltsam. Der erste Sturz passierte in Kurve 1, der zweite in der letzten Kurve. Ich verlor die Front also in ähnlichen Kurven. Harte Bremszonen, wo mir im letzten Teil der Bremsphase das Vorderrad blockierte. Das kann passieren. Warum es geschah ist, war mir aber nicht klar. Wir müssen das genau analysieren.»

Hat das mit den Änderungen für das verbesserte Turning zu tun? «Vielleicht, das könnte sein. Wenn du Änderungen vornimmst, wenn es auch nur die Dämpfung ist, dann ändert sich die Geometrie und so weiter. Du gewinnst in einem Bereich, verlierst aber in einem anderen. Es geht um die richtigen Kompromisse. Wir gehen in die richtige Richtung. Unser Rückstand ist aber noch zu groß. Wir müssen uns steigern», weiß Kallio.

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