Marc Márquez: «Will das nie wieder erleben»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Marc Márquez

Marc Márquez

MotoGP-WM-Leader Marc Márquez zeigte nach der Absage des Silverstone-GPs Mitgefühl mit den durchnässten Fans. Aber er weiß: «Es bestand keine Chance, das Rennen zu starten.»

Der Rennsonntag in Silverstone war eine Nervenprobe für die Fahrer und die durchnässten Fans. Nach langer Wartezeit wurden die Rennen dann kurz vor 17 Uhr abgesagt. Diese Entscheidung ging von den Fahrern aus, die ihre Sicherheit in Gefahr sahen, nachdem sich Tito Rabat am Samstag im Regen unter anderem einen offenen Oberschenkelbruch zugezogen hatte. WM-Leader Marc Márquez erklärte nach der Absage, wie es zu dieser Entscheidung kam.

Marc, der Sonntag gestern in England war mühsam für die Fahrer. Man musste die Konzentration stundenlang hochhalten, es gab Verzögerungen, am Schluss die Absage.

Natürlich war ich nachher müde. Wir mussten von 9 Uhr bis 16 Uhr konzentriert bleiben, das war sehr anstrengend. Das ständige Warten war eine Strapaze; dann wurde eine Entscheidung getroffen. Eigentlich wollten wir ein Rennen fahren und den Fans etwas für ihr Geld bieten. Wir konnten sie alle auf den Tribünen sehen, sie hätten eine Entschädigung durch unseren Auftritt verdient.
Aber wir mussten die Ruhe bewahren und nachdenken. Es war ein langer und ungewöhnlicher Tag. Hoffentlich erleben wir so etwas nie wieder.


Haben die Fahrer allein entschieden?


Es wurde ein Meeting der Safety Commission einberufen. Wir haben uns zusammengesetzt und die Lage analysiert. Ich möchte der Dorna im Namen aller Fahrer danken, weil sie uns zugehört haben, weil sie unsere Kommentare ernstgenommen haben. Man hat gleich zu Beginn der Sitzung erklärt: «Ihr trefft die Entscheidung.» 
Jeder Fahrer hat dann seine Meinung gesagt. Wir haben mit Tito Rabat einen Kollegen schwer verletzt im Krankenhaus. Also haben wir die Sicherheit in den Vordergrund gestellt. Es bestand wegen der Pfützen keine Chance, dieses Rennen zu starten.


Jack Miller wollte fahren. Wie sah es bei dir aus?


Wir haben mit Jack gesprochen. Und es gab zwischen 14 und 15 Uhr ein Zeitfenster von zehn Minuten, wo man starten hätte können. Aber wer hätte garantieren können, dass es in Runde 3 auf der Gegengeraden vor Turn 7 nicht wieder zu schütten beginnt? Wir wären auf der Geraden wieder mit Aquaplaning rumgerutscht wie im FP4. Das hat schon am Samstag zu einer schlimmen Verletzung geführt. Es hat nicht so stark geregnet, aber der Asphalt war ein Problem. Nächstes Jahr wollen wir nach Silverstone zurückkehren, mit einem neuen Belag, und dann werden wir den Fans etwas bieten für ihr Geld. 


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