Carmelo Ezpeleta: «Hätten am Montag fahren können»

Von Frank Aday
MotoGP
Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta

Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta

Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta war für die Verschiebung der Rennen in Silverstone auf Montag. Doch die Mehrheit der Teams stimmte dagegen. «Ich habe nicht verstanden, warum die Teams nein sagten», erklärte er.

Am Sonntag in Silverstone nahm der Regen kein Ende, tiefe Wasserpfützen standen auf dem Asphalt. Es war nicht möglich, eines der drei Rennen zu starten. Darum durften die MotoGP-Teams über die Möglichkeit abstimmen, die Rennen auf Montag zu verschieben. Der Montag war ein Feiertag in Großbritannien. Also wären die Einbußen bei der Zuschauerzahl wohl gering gewesen. Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta rechnete nicht damit, dass sich die Mehrheit der Teams gegen diese Option entscheiden würde.

«Der Montag war ein Feiertag. Ich verstehe nicht, warum die meisten Teams kein Rennen fahren wollten. Als es nach dem Warm-up zu regnen begann, schlugen wir diese Lösung sofort vor. Zusammen mit den Organisatoren des Rennwochenendes. Ich verstand nicht, warum die Teams das ablehnten, aber ich respektiere ihre Entscheidung. Ab diesem Zeitpunkt verschoben wir den Rennstart immer weiter», erklärte Ezpeleta gegenüber «AS.com».

«Als wir sahen, dass es um 16 Uhr noch immer regnen würde, wussten wir bereits, dass keine Rennen gefahren werden. Das Treffen der Fahrer war also eigentlich unnötig. Wir hätten zur Zeit des Warm-ups das Rennen fahren können, aber wie hätten wir das entscheiden und kommunizieren sollen? Um 6 Uhr morgens? Zudem wäre keine Zeit für drei Warm-ups und drei Rennen gewesen. Das Beste an diesem Tag war nicht die Einigkeit der Fahrer, denn wir mussten von nichts überzeugt werden. Wir dachten bereits genau dasselbe», betonte Ezpeleta.

Wer trägt nun die Verantwortung für dieses Desaster? «Die Schuld liegt bei der Firma, die den neuen Asphalt aufgetragen hat. Die Verantwortlichen der Strecke waren einfach ein Opfer dieses Versagens. Sie haben neuen Asphalt bestellt, aber die Neuasphaltierung wurde schlecht durchgeführt. Wir müssen nun überlegen, ob wir jemanden beauftragen, der in Zukunft den Belag prüft, wenn eine Strecke neu asphaltiert wurde. Dafür würden wir einen Experten brauchen, der die Qualität der Arbeit beurteilen kann. Es gibt keine Regel dafür, wie die Neuasphaltierung durchgeführt werden muss. Nicht einmal die FIM hat dafür genaue Regeln.»

Fliegt Silverstone nun aus dem MotoGP-Kalender? «Silverstone ist nicht raus aus dem Kalender. Wenn sie die Strecke neu asphaltieren lassen und die Kontrollen bestehen, dann sind sie sicher nicht raus aus dem Kalender», versichert Ezpeleta.

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