Lorenzo über Ponsson: «Müssen Regeln überdenken»

Von Waldemar Da Rin
MotoGP
Jorge Lorenzo

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Christophe Ponsson ersetzt in Misano den verletzten Tito Rabat. Der Einsatz des MotoGP-Neulings wurde bereits von Marc Márquez und Valentino Rossi kritisiert. Nun schließt sich Jorge Lorenzo an.

In Misano ist der 22-jährige Franzose Christophe Ponsson erstmals mit einer MotoGP-Maschine unterwegs. Er ersetzt den verletzten Tito Rabat bei Avintia-Ducati. Ponsson hat weder Erfahrung mit den Michelin-Reifen noch mit den Karbon-Bremsen. Er bestreitet derzeit mit einer Yamaha im Team GIL Motorsport die Superbike-Meisterschaft in Spanien und hat den 18. Gesamtrang inne. Nach den ersten beiden MotoGP-Trainings am Freitag lag der Franzose mit der Avintia-Ducati noch 5,9 sec hinter der Spitze. 3,6 sec büßte er auf den Vorletzten ein.

Am Donnerstag wurde bereits kritisiert, dass der Rabat-Ersatzmann keine MotoGP-Erfahrung hat und somit ein Sicherheitsrisiko darstellt. Nun erklärte Jorge Lorenzo: «Er fährt in der spanischen Superbike-Meisterschaft. Vielleicht müssen wir die Regeln überdenken und ändern. Möglicherweise brauchen wir eine Superlizenz wie in der Formel 1. Oder einen verpflichtenden Test für Neulinge, um sich an diese Art von Maschine zu gewöhnen. Er musste sich am Freitag nämlich an viel gewöhnen. Die Reifen, die Karbon-Bremsen und die Power. Das ist zu viel für einen Ersatzfahrer.»

Doch welcher Rennfahrer würde die Chance ausschlagen, an einem MotoGP-Rennen teilzunehmen? «Vielleicht müssen die Teams über diese Sache genauer nachdenken. Am Freitag ist nichts passiert. Wir hoffen, dass es so bleibt. Aber der Unterschied beim Speed ist groß. Es ist aber nicht sein Fehler. Er musste diese Chance nutzen, denn sie kann ihm bei seiner Karriere helfen. Aber die Regeln müssen wohl überdacht werden», erklärte Lorenzo.

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