MotoGP

Dovizioso geknickt: «Möglich, dass das nicht reicht»

Von - 05.05.2019 19:07

Nach den Trainings gingen viele Experten davon aus, dass Ducati-Star Andrea Dovizioso der Einzige sein würde, der im Jerez-GP Marc Marquez auf seiner Honda Paroli bieten kann – weit gefehlt.

Weil Marc Marquez in Jerez seinen zweiten Grand Prix in diesem Jahr gewann und Andrea Dovizioso hinter dem 26-Jährigen, Alex Rins und Maverick Vinales Vierter wurde, musste der Italiener die WM-Führung an den Spanier abgeben. Marquez liegt nach 4 von 19 Rennen mit 70 Punkten vorne, es folgen Rins (69), Dovizioso (67) und Valentino Rossi (61).

Marquez gelang in Südspanien ein Start-Ziel-Sieg, Dovi verpasste als Vierter das Podest um 0,361 sec gegen Vinales. Wäre Polesetter Fabio Quartararo (Petronas Yamaha) nicht mit kaputtem Schaltgestänge ausgefallen, hätte sich Vizeweltmeister Dovizioso womöglich sogar mit Platz 5 abfinden müssen.

«Marquez hat sich im Rennen stark gesteigert», hielt Dovi fest. «Er gibt immer alles. Und wenn es nicht läuft, dann wird er Zweiter. Wir hingegen sind dann Vierter. Wir sind nicht so weit weg. Auf Strecken, auf denen wir nicht so stark sind, müssen wir uns aber verbessern, wenn wir um den Titel mitreden wollen. Einen Grund pessimistisch zu sein, gibt es aber keinen. Außerdem kommen jetzt Strecken, die uns besser liegen: Le Mans, Barcelona und Assen. Es kann aber sein, dass unser Speed auch dort nicht reicht. Marc ist stark genug, um in jedem Rennen um den Sieg oder einen Podestplatz zu kämpfen.»

Du wirkst etwas resigniert? «Dann wäre ich nicht mehr in der MotoGP-WM. Enttäuscht ja, das bin ich. Dass wir das Podest verpasst haben, ist negativ. Wir waren nicht schnell genug für die Spitze und hatten mehr erwartet. Unser Speed war nicht schlecht, wir waren nicht weit weg und besser als letztes Jahr. Einige Gegner sind inzwischen aber in einer besseren Lage als letztes Jahr. So wirst du schnell mal Vierter. Rins hat ein weiteres Mal bestätigt, dass er zu den Titelanwärtern gehört. Das Lenkverhalten der Suzuki in Kurven ist besser als von jedem anderen Motorrad. Als er mich überholte, war sein Speed im Kurvenscheitel herausragend. Yamaha strauchelt etwas, sie sind aber auch schnell. Und Marc wird das ganze Jahr stark sein, deshalb wird es eine harte Saison.»

Dovizioso weiter: «Maverick hat viel Druck gemacht und fuhr seine schnellste Runde in der letzten Runde, ich in der Runde davor. Wir riskierten beide viel, weil wir aufs Podium wollten. Der vierte Platz ist für mich auch gar nicht das Problem, sondern unser mangelnder Speed in schnellen Kurven.»

Viele deiner Konkurrenten sind der Meinung, Marquez könne besiegt werden – das geschieht aber nur selten. Macht er den Unterschied aus oder die Honda?

«Im Gegensatz zur Mehrheit der Journalisten, die glauben vieles zu wissen, bin ich nicht in der Lage das zu beurteilen», schmunzelte Dovizioso. «Ob die Honda, beziehungsweise seine Honda, besser ist, oder ob er als Fahrer den Unterschied ausmacht, kann ich nicht sagen, weil ich es nicht weiß. Dass die Honda das beste Motorrad auf der Strecke ist, kann sein. Aber ich glaube, dass Leute, die selber keine Rennen fahren, dies noch weniger beurteilen können.»

WM-Stand nach 4 von 19 Rennen:

1. Márquez 70. 2. Rins 69. 3. Dovizioso 67. 4. Rossi 61. 5. Petrucci 41. 6. Viñales 30. 7. Miller 29. 8. Nakagami 29. 9. Crutchlow 27. 10. Morbidelli 25. 11. Pol Espargaró 21. 12. Aleix Espargaró 18. 13. Quartararo 17. 14. Lorenzo 11. 15. Bagnaia 9.

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