MotoGP

Jack Miller (Sturz): «Hatte die Hand schon am Podium»

Von - 11.08.2019 17:01

Jack Miller gab zu, dass Dovizioso und Márquez eine Spur zu schnell für ihn gewesen sind. «Aber Quartararo hätte ich vom Podest verdrängen können.»

Jack Miller rechnete sich nach Platz 3 in Brünn auch beim GP von Österreich Podestchancen aus. Er lag nach der ersten Runde in Spielberg an vierter Stell, drang in Runde 2 auf den dritten Platz vor, fiel in Runde 4 wieder auf Rang 4 hinter Quartararo, Dovi und Márquez zurück. Rossi lag ihm auf den Fersen. Und in der achten Runde schmiss der Australier die Pramac-Honda neben die Piste.

«Schade, denn ich hatte meine sozusagen schon auf dem Podium», stellte Miller fest. «Denn Fabio hat nicht die beste Pace gehabt. Aber aus irgendeinem Grund hat er immer stärker gebremst als üblich, wenn ich ihm nahe gekommen bin. Einmal bin ich ihm in Turn 4 fast in den Arsch gefahren, das hat mich eine halbe Sekunde gekostet, die ich wieder wettmachen musste. Dann ist mir beim Rausfahren aus Turn 8 ein kleiner Fehler passiert: Die Maschine hat einen Wackler fabriziert, ich habe den Bremspunkt dadurch um 2 Meter verpaßt. Ich war dann in der vorletzten Kurve zwei Meter neben der Ideallinie draußen. Ich bin auf den dreckigen Belag gekommen, deshalb ist das Vorderrad weggerutscht. Ich weiß genau, was ich falsch gemacht habe, das ist das Schlimme an diesem Crash. Denn ich habe sonst alles unter Kontrolle gehabt. Ich habe auf den Hinterreifen sehr sorgfältig aufgepasst. Besonders in den Kurven 4 und 5 und 8. Ich ließ dort einfach das Hinterrad nie durchdrehen. Die Reifen fühlten sich gut an, ich hätte am Ende noch zulegen können. Eine Riesenschande, wir hatten heute eine fantastische Podestchance. Aber es hat nicht geklappt. Das Team hat mir wieder ein erstaunliches Bike hingestellt, danke.»

Miller erlebte auf jeden Fall eine aufregende Anfangsphase. «Bereits im Turn 1 ging es los, ich musste mich an zwei Startreihen vorbeimogeln… Dann sah ich, wie Marc den Angriff von Dovi im Turn 3 blockieren wollte, aber ich habe gemerkt, dass sie weiter und weiter rausgetragen werden. Also habe ich sie innen ausgetrickst, Marc hat dann probiert, mir die Türe zuzuschlagen. Aber ich habe meinen Grund und Boden verteidigt! Rins war in der ersten Runde ein bisschen aggressiv, zum Beispiel in Turn 6. Ich hörte das typische Suzuki-Bellen in der Kurvenmitte. Doch ich habe das Bike aufgerichtet und ließ ihn vorbei. Nachher habe ich ihn wieder geschnappt.»

Miller weiter: «Ich habe mich recht wohlgefühlt. Ich fand meinen Rhythmus. Marc wollte mich außen überholen, aber ich habe an meinen normalen Bremspunkten gebremst und mich eine Weile gewehrt. Seine Stärke ist, dass er oft in den ersten Runden einen Vorsprung herausfährt. Deshalb habe ich alles getan, um ihn in den ersten paar Runden etwas aufzuhalten. Nachher bin ich in Turn 4 nahe an Fabio herangekommen. Das war dann diese halbe Sekunde, die ich verloren habe. Irgendwie sind die Yamaha beim Bremsen stabiler als unser Motorrad, bei uns bäumt sich zu oft das Hinterrad auf. Aber wie gesagt: Ich habe es heute verbockt. Ich habe den Podestplatz vergeigt. Ich hätte die Bremse loslassen und auf die grüne Matte rausfahren sollen… Das hätte mich eine Sekunde gekostet; die hätte ich wieder aufholen können. Schade. Es wollte heute leider nicht sein.»

Ergebnisse MotoGP Spielberg:

1. Dovizioso. 2. Márquez. 3. Quartararo. 4. Rossi. 5. Vinales. 6. Rins. 7. Bagnaia. 8. Oliveira. 9. Petrucci. 10. Morbidelli. 11. Nakagami. 12. Zarco. 13. Bradl. 14. A. Espargaro. 15. Abraham. 16. Iannone.

WM-Stand nach 11 von 19 Rennen:

1. Marc Márquez, 230 Punkte. 2. Dovizioso 172. 3. Petrucci 136. 4. Rins 124. 5. Rossi 103. 6. Vinales 102. 7. Quartararo 92. 8. Miller 86. 9. Crutchlow 78. 10. Nakagami 62. 11. Pol Espargaro 61. 12. Morbidelli 58. 13. Mir 39. 14. Aleix Espargaro 33. 15. Oliveira 26. 16. Bagnaia 24. 17. Zarco 22. 18. Iannone 21. 19. Lorenzo 19. 20. Bradl 16. 21. Rabat 14. 22. Pirro 9. 23. Abraham 4. 24. Guintoli 3. 25. Syahrin 3.

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