MotoGP

MotoGP 2020: Teams, Fahrer und Fragen im Überblick

Von Nora Lantschner - 06.09.2019 07:57

Das MotoGP-Feld für 2020 schien so gut wie fix, bis Johann Zarco im August KTM um eine Vertragsauflösung bat. Auch Jorge Lorenzo (Honda) sorgt immer wieder für Unruhe auf dem Fahrermarkt.

Zwölf von 19 Grand Prix des Jahres sind bereits Geschichte. Während die MotoGP-Saison mit den aufeinanderfolgenden Rennen in Misano (15. September) und Aragón (22. September) unaufhaltsam auf die Schlussphase zusteuert, stellten die Hersteller und Teams längst die Weichen für 2020 – was nicht zuletzt beim Misano-Test vor einer Woche zu sehen waren, als unter anderem Yamaha und KTM die Prototypen für die kommende Saison testeten.

So setzte Pramac Ducati am 14. August den Spekulationen um eine mögliche Ducati-Rückkehr von Jorge Lorenzo ein Ende, als die Vertragsverlängerung mit Jack Miller offiziell bestätigt wurde. Übrigens: Der italienische Hersteller schickt in der kommenden Saison erstmals vier aktuelle GP20-Werksmaschinen ins Rennen, denn auch Francesco Bagnaia, Moto2-Weltmeister von 2018, steht dies vertraglich zu.

Der Vorgänger von Miller bei Pramac, Danilo Petrucci, durfte nach seinem Mugello-Sieg bereits auf dem Sachsenring am 4. Juli offiziell verkünden, dass er ein weiteres Jahr im Werksteam aus Borgo Panigale zu Hause sein wird. Damit war der wohl begehrteste Platz auf dem Transfermarkt frühzeitig vergeben, denn ein Großteil der MotoGP-Piloten verfügten schon über gültige Verträge bis Ende 2020.

Nachdem man sich bei KTM bereits im Mai dazu entschloss, die Option auf Rookie Miguel Oliveira zu ziehen und Anfang Juli durchsickerte, dass Brad Binder 2020 bei Red Bull Tech3 sein neuer Teamkollege wird, schien das MotoGP-Feld für die kommende Saison definiert – bis es beim KTM-Heimrennen in Spielberg zum Paukenschlag kam: Johann Zarco bat Red Bull KTM um eine frühzeitige Vertragsauflösung mit Jahresende, womit plötzlich wieder ein MotoGP-Platz unbesetzt ist. KTM sucht noch nach einem Nachfolger für den Franzosen, auch Testfahrer Mika Kallio ist eine Möglichkeit.

Zarco steht unterdessen ohne Vertrag da. Der zweifache Moto2-Weltmeister möchte aber zumindest als Testfahrer (eine Option ist Yamaha) im MotoGP-Fahrerlager bleiben. Eine Variable ist und bleibt aber Lorenzo, der nach zweimonatiger Verletzungspause in Siverstone sein Comeback gab und anschließend beim Misano-Test mit Schmerzen frühzeitig abreiste: Sollte er am Ende der Saison tatsächlich seinen Rücktritt verkünden, könnte sich bei Repsol Honda eine Tür öffnen. Das hat auch Márquez-Manager Emilio Alzamora mitbekommen, der Alex Márquez gerne in die MotoGP-WM hieven würde. Der Moto2-WM-Leader hat allerdings eine Vertragsverlängerung bei Marc VDS unterschrieben.

Noch nicht bestätigt ist außerdem der zweite Fahrer bei LCR Honda, eine Vertragsverlängerung mit Takaaki Nakagami gilt allerdings als sehr wahrscheinlich. «Er bleibt zu 99 Prozent bei uns», sagt Teamchef Lucio Cecchinello.

Eventuell hält HRC noch den zweiten Platz bei Repsol für ihn frei, was schon im Juli einmal angedacht war. Dann könnte Alex Márquez bei LCR landen.

Bemerkenswert: Mit Ausnahme von Tito Rabat, der Ende Juli für zwei Jahre bei Reale Avintia Ducati verlängerte, laufen alle Verträge nach der Saison 2020 aus.

So sehen die MotoGP-Verträge für 2020 aktuell aus:

Repsol Honda:
Marc Márquez
Jorge Lorenzo

Ducati Team:
Andrea Dovizioso
Danilo Petrucci

Suzuki Ecstar:
Alex Rins
Joan Mir

Yamaha Factory Racing:
Valentino Rossi
Maverick Viñales

Red Bull KTM:
Pol Espargaró
(Nachfolger für Johann Zarco gesucht)

Aprilia Team Gresini:
Aleix Espargaró
Andrea Iannone

Petronas Yamaha SRT:
Fabio Quartararo
Franco Morbidelli

Pramac Ducati:
Jack Miller
Francesco Bagnaia

LCR Honda:
Cal Crutchlow
Takaaki Nakagami (noch nicht bestätigt)

Red Bull Tech3 KTM:
Miguel Oliveira
Brad Binder

Reale Avintia Ducati:
Tito Rabat
Karel Abraham

Jorge Lorenzo, Johann Zarco und Aleix Espargaró waren 2019 oft weit hinten zu finden © Gold & Goose Jorge Lorenzo, Johann Zarco und Aleix Espargaró waren 2019 oft weit hinten zu finden

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