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Alberto Puig/HRC: «Lorenzo sagte, er will aufhören»
Bei Honda hat niemand damit gerechnet, dass Jorge Lorenzo nach der Vertragsauflösung ausgerechnet zum Erzrivalen Yamaha überläuft. Aber Teamchef Alberto Puig sagt, Honda konnte Jorge nicht zum Weiterfahren zwingen.
MotoGP
Im Artikel erwähnt


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Am 4. Februar stellte SPEEDWEEK.com unter der Schlagzeile "Jorge Lorenzo: War der Rücktritt nur Etikettenschwindel?" die Frage, ob der Mallorquiner den Rücktritt beim Valencia-GP nur vorgegaukelt hat, um seinen HRC-Vertrag auflösen und bei der Konkurrenz neu anheuern zu können.
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Beim MotoGP-Test in Sepang räumte Repsol-Honda-Teamprinzipal Alberto Puig ohne Umschweife ein, dass er verwundert war, als er vom Yamaha-Testvertrag von Lorenzo bei Yamaha hörte. Die Verwunderung stieg weiter, als ein Wildcard-Renneinsatz des fünffachen Weltmeisters beim Catalunya-GP in Aussicht gestellt wurde. Honda hat mit Lorenzo bei der Vertragsauflösung leichtsinnigerweise keine Konkurrenz-Ausschlussklausel vereinbart, die ihn gehindert hätte, 2020 für ein anderes Fabrikat zu fahren! "Wir müssen einen einfachen Blick auf die Situation werfen", blickt Puig zurück. "Wir hatten einen Zwei-Jahres-Vertrag mit Lorenzo bis Ende 2020. Wir haben diesen Vertrag nicht gebrochen. Aber wenn der Fahrer zu uns kommt und sagt, er wolle aufhören, er wolle auf seinen körperlichen Zustand Rücksicht nehmen und kein Verletzungsrisiko mehr eingehen, wenn er uns dann noch erzählt, er könne für dieses Bike kein Feeling finden, er habe deshalb keine Motivation mehr, dann können wir nur seinen Wünschen entsprechen und die Zusammenarbeit beenden. Das war ursprünglich nicht unsere Absicht. Aber wenn jemand nicht mehr mit deinem Motorrad fahren will – was kannst du tun? Eine Firma wie Honda wird nie einen Fahrer zum Fahren zwingen, wenn er nicht will. Deshalb haben wir uns in Valencia geeinigt und den Vertrag für 2020 aufgelöst. Zu diesem Zeitpunkt war es Jorges klare Absicht, seine Karriere zu beenden. Deshalb hat er diese Pressekonferenz gemacht." "Aber dann hat er sich auch irgendwelchen Gründen zum Weitermachen entschieden", hält Puig fest. "Vom Honda-Standpunkt aus können wir nur erklären, dass jede Person den freien Willen hat, mit ihrem Leben zu machen, was sie will. Wir respektieren das. Als Jorge seine Meinung geändert und diese neue Gelegenheit wahrgenommen hat, haben wir uns für ihn gefreut."
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Puig: "Ich wiederhole: Lorenzo hat uns im November gesagt, er sei nicht bereit zum Weiterfahren. Wir wollten nicht schuld sein, dass er unter Zwang weiterfährt und sich verletzt. Er wollte aufhören! Also wollten wir ihm keine Steine in den Weg legen. Von unserem Standpunkt aus haben wir zu 100 Prozent korrekt gehandelt. Wir können keinen Menschen auf eine Rennmaschine zwingen, damit er mit 300 km/h um eine Rennstreckte flitzt, wenn er nicht mehr will."
Ist Honda wirklich happy, wenn Lorenzo zweieinhalb Monate nach seinem HRC-Abgang ein anderes Fabrikat testet, dort die Fahrer coacht, Insider-Informationen von HRC einbringt und sogar einen Renneinsatz plant? "Ich bin happy, weil Honda korrekt gehandelt hat", meint Puig. "Er wollte nicht mehr fahren. Was immer nachher passiert ist – es ist sein Leben. Wenn er sich entschließt, für Yamaha oder wen auch immer zu testen, ist das sein Leben und seine Entscheidung. Wir mischen uns da nicht ein."
Puig: "In dem Zeitraum, den Jorge mit uns verbracht hat, hat Honda das Maximum versucht, um ihn zu unterstützen. Vielleicht war diese Anstrengung für ihn nicht groß genug. Klar. Wir konnten seine Erwartungen nicht erfüllen. Aber wir werfen uns nichts vor, weil alle Honda-Ingenieure und alle Teammitglieder ihr Bestes versucht haben. Auch ich. Es ist nicht ausreichend gewesen, aber wir haben uns bemüht. Dann wollte er weg, und wir haben zugestimmt. Er war dankbar und hat sich bei uns auf korrekte Art und Weise verabschiedet. Was Jorge nachher entschieden hat, wird von Honda respektiert. Wir hoffen, dass er in seinem Leben wieder glücklich ist." MotoGP-IRTA-Test Sepang, Sonntag, 9. Februar:
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