Jorge Lorenzo: «Pedrosa ist unter Druck von Márquez»

Von Matthias Dubach
MotoGP

MotoGP-Sensation Marc Márquez überstrahlt derzeit in der WM die erfahrenen Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo. Der Yamaha-Pilot spricht über den Titelkampf.

Der Sieg nach einem aufregenden Kampf in der letzten Runde des Silverstone-GP war für Jorge Lorenzo und das Yamaha-Werksteam psychologisch sehr wichtig – endlich konnte Honda mit dem aufmüpfigen Marc Márquez wieder eine Niederlage zugefügt werden. Lorenzo und einige Mechaniker liessen sich nach dem Rennen gar Irokesen-Haarschnitte verpassen, um den Sieg als Ergebnis der Teamarbeit zu symbolisieren. Aber die nackten Zahlen holten die Mannschaft um den zweifachen Weltmeister rasch wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Als WM-Dritter fehlen Lorenzo noch immer 39 Punkte auf Tabellenführer Márquez, dessen Teamkollege Dani Pedrosa liegt 30 Zähler zurück. Welcher der beiden spanischen Landleute wird der Hauptrivale beim Kampf um den Titel? Lorenzo: «Ich denke, beide sind sehr stark. Marc profitierte von unseren Verletzungen und hat einen sehr guten Job gemacht, er holte einige Siege, als Dani oder ich angeschlagen waren. Dani ist durch seinen Teamkollegen unter Druck geraten, ich denke, auch er ist überrascht von Marcs Auftritten. Aber dieser Sport ist an jeder Kurve eine Herausforderung, es sind noch immer sechs Rennen zu fahren. Ich sehe Márquez jetzt stärker als Dani, denn er führt die Meisterschaft an.»

Lorenzo ist insgesamt vierfacher Weltmeister und war seit 2009 jedes Jahr in dem Titelkampf der MotoGP-WM involviert, Márquez erlebt den Druck und die Herausforderung in der Königsklasse das erste Mal. «Deshalb bin ich aber nicht in einer besseren Position», winkt der Yamaha-Star im Interview mit «RTR Sports» ab. «Zunächst mal, es ist keine Frage, wer erfahrener ist. Jetzt ist es so klar, dass die Maschine von Honda stärker ist und mehr leisten kann als unser Motorrad. Wir müssen die Distanz zu ihnen verkürzen. Ich habe jedem in Silverstone gesagt: Marc ist jetzt der Favorit, aber wir müssen versuchen, einen Weg zu finden um ihn zu schlagen. Wir dürfen nicht aufgeben.»

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