Aki Ajo traute Miller MotoGP-Wechsel sofort zu!

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Jack Miller zusammen mit Aki Ajo

Jack Miller zusammen mit Aki Ajo

Red-Bull-KTM-Teambesitzer Aki Ajo glaubt an seinen Schützling Jack Miller. Er traute ihm den direkten Wechsel in die MotoGP-Klasse von Anfang an zu. Nun ist Millers Aufstieg offiziell.

Zuletzt wagte es der Australier Garry McCoy. Er war 1997 WM-Siebter auf einer 125-ccm-Aprilia, dann wechselte er in die 500-ccm-Weltmeisterschaft. Er beendete sie 1998, mit einer Honda, auf Rang 18, wobei er den Umstieg mit einer V2-500er erträglich gestaltete. 1999 wurde der «King of Slide» auf Red Bull-Yamaha WM-14. und 2000 WM-Fünfter – mit drei grandiosen GP-Siegen in Welkom, Estoril und Valencia.

Der Sprung von der aktuellen 55 PS starken Moto3-Einzylinder-KTM auf eine 260 PS starke 1000-ccm-Vierzylinder-MotoGP-Rakete verlangt viel Können, Mumm und Selbstvertrauen. Alles das vereint Moto3-WM-Leader Jack Miller. Er wird 2015 für LCR-Honda mit einem Open-Bike in der MotoGP-Klasse antreten.

Millers derzeitiger Teamchef und Manager Aki Ajo traute seinem Schützling diesen bemerkenswerten Sprung von Anfang an zu. «Wenn ein Fahrer clever ist und die richtige Einstellung dazu mitbringt, ist so ein Klassenwechsel nicht unmöglich», erklärte Aki Ajo bereits im Juni gegenüber SPEEDWEEK.com. «So etwas hat es viele Jahre lang nicht gegeben. Aber wenn es einen Rennfahrer gibt, dem man so einen Schritt zutrauen darf, dann ist es Jack. Er ist einer von den wenigen, die so einen Umstieg schaffen könnten.»

Die Meinungen über Millers MotoGP-Aufstieg gehen jedoch weit auseinander. Valentino Rossi stellte in Assen klar: «Ich mag Jack sehr, er ist ein großartiger Fahrer. Doch ich bin davon überzeugt, dass das keine gute Idee ist. Der Sprung ist zu groß. Aber vielleicht bin ich zu altmodisch.»

Millers zukünftiger LCR-Teamkollege Cal Crutchlow attestierte in Indy: «Auf dem Bike und auch abseits davon ist Jack ein spezielles Talent. Hoffentlich steigt er schon bald auf und zeigt uns sein wahres Können auf einem größeren Bike. Sicher ist er stark, einige Leute vergleichen ihn bereits mit Stoner. Er wäre ein schneller MotoGP-Fahrer.»

Blicken wir zurück: Valentino Rossi blieb 1998 und 1999 zwei Jahre in der 250er-Klasse, Pedrosa und Lorenzo später ebenfalls, Stefan Bradl fuhr zwei Jahre in der Moto2, Pol Espargaró sogar drei, Marc Márquez zwei. Auch Stoner absolvierte zwei 250er-Jahre (2002 und 2005), dazwischen kehrte er in die 125er-WM zurück. Dovizioso nahm drei Saisons hindurch (2005 bis 2007) an der Viertelliter-WM teil; Andrea Iannone fuhr drei Jahre (2010, 2011, 2012) in der Moto2-WM, Alvaró Bautista bestritt die 250er-WM von 2007 bis 2009.

Fans und Beobachter werden 2015 gespannt jeden Schritt des Rookies verfolgen. Vielleicht erlebt die MotoGP-WM durch seinen Mut eine kleine Revolution.

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