Motocross: Trauer nach tödlichem Unfall

Lin Jarvis/Yamaha: «Wir müssen nach Indonesien»

Von Sharleena Wirsing
Rennen in Chile, Thailand und Indonesien – das sind die Ziele von Dorna und Herstellern. Yamaha-Renndirektor Lin Jarvis will eine Balance zwischen Europa und neuen Märkten schaffen.

Erstmals seit 1999 legte die MotoGP-WM 2014 wieder einen Stopp in Argentinien ein. Dafür wurde das «Autodromo Termas de Rio Hondo» aufwendig modernisiert. Südamerika ist ein großer und wichtiger Markt, den die Dorna noch weiter erschließen will.

In Chile wird ebenfalls ein neuer Kurs gebaut, der bereits 2016 im MotoGP-Kalender stehen soll. Doch auch der Markt in Südostasien boomt. Den «Buriram International Circuit» ungefähr 400 Kilometer der thailändischen Hauptstadt Bangkok nahm Dorna-Manager Javier Alonso bereits unter die Lupe.

Der wichtigste wachsende Markt für die Motorrad-Weltmeisterschaften ist laut Dorna Indonesien. Doch der «Sentul Circuit» ist im Moment nicht für die MotoGP-WM geeignet. Trotzdem soll Indonesien so schnell wie möglich einen Grand Prix erhalten.

Dafür setzen sich auch die Hersteller ein, versicherte Yamaha-Sportdirektor Lin Jarvis. «Unser Fokus in Ländern wie Indonesien liegt auf gutem Marketing. Wir wollen unsere Marke dort populär machen. Natürlich sind Verkaufszahlen ein wichtiger Grund dafür. Auch die technische Entwicklung ist sehr wichtig, aber ohne verkaufte Bikes wären wir nicht hier. Unser Hauptaugenmerk liegt derzeit auf Asien und Südamerika. Auch Brasilien ist für uns wichtig. Ich hoffe, dass wir auch dort bald fahren. Unsere Manager waren auch schon in Thailand und sind von der neuen Strecke beeindruckt.»

Yamaha schickte Jorge Lorenzo und Valentino Rossi bereits mehrmals nach Indonesien. «Ihre Popularität dort ist unglaublich. Wir müssen die Balance zwischen traditionellen europäischen Strecken und den Übersee-Rennen halten, doch wir müssen in diese Länder wie Indonesien.»

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